RäucherstäbchenRäucherstäbchen bei indilaya.de

Indische und tibetische Räucherstäbchen, Räucherkegel, Dhoop Sticks, Räucherwerk, Zubehör und vieles mehr...

 

Ein - äh – interessantes Ergebnis der Los Angeles Times: Wenn man zwei identische, todsterbenslangweilige Videos bei YouTube einstellt, und für eines der beiden Videos Werbung macht, dann wird dieser Film auch deutlich häufiger aufgerufen. Eine sehr dünne Erkenntnis zugegeben. Aber man muss auch einräumen, dass es nicht sehr viel bessere Informationen zum Thema "Promotion für YouTube-Videos" gibt.

blauWas die kalifornische Zeitung veranstaltet hat, kann man als klassisches Feldexperiment bezeichnen. Die Videos, die in beiden Versuchsbedingungen genutzt wurden, waren absolut identisch. Sie wurden lediglich von verschiedenen Personen (Journalisten) eingestellt und mit unterschiedlichen Titeln versehen. Die Videos zeigen einen dicken, blauen Pinselstrich, der im Laufe von 2 Minuten Laufzeit des Videos langsam eintrocknet und dabei ein klein wenig den Farbton ändert.

Die Version, für die keine Werbung gemacht wurde, erhielt ganze 13 Aufrufe. Für die andere Version wurden dagegen gleich zwei "Werbepakete" erworben. Beim ersten Paket von WorkingYouTubeViews.com wurden 46 Dollar für 20.000 Views gezahlt. Weitere 20.000 Views bei IncreaseYouTubeViews.com kosteten 57 Dollar. Teuer war diese Werbung also nicht und unterm Strich erhielt das Video sogar mehr als 60.000 Views. Was in etwa einem Tausenderpreis ,von 1,70 Dollar entspricht.

Damit aber verlässt man das Land der harten Fakten, denn es ist der Zeitung nicht gelungen, weitere Informationen über den Erfolg der Kampagne zu erhalten. Fragen an die beiden Werbeunternehmen, wo und wie für das Video geworben wurde, blieben unbeantwortet. Die Zeitung vermutet, dass Tausende der Views durch (billige) Werbung bei Facebook erzielt wurden. Doch keine weiteren Informationen weisen darauf hin, in welcher Form oder in welchem Umfeld die Werbung geschaltet wurde.

Auch die Information, dass das Video mit der trocknenden Farbe auf einer britischen Yoga-Website und einer mongolischen Video-Website eingebettet wurde, hilft nicht wirklich weiter. Womit für den Werbekunden in spe nur die Erkenntnis bleibt, dass man Zuschauer für Werbevideos zwar durch Werbung erreichen kann. Aber dieses Publikum zeigt Anzeichen einer gewissen Beliebigkeit. Wenn schon eine trocknender Farbklecks 60.000 Zuschauer in seinen Bann schlägt...



Du musst Dich anmelden oder registrieren, um einen Kommentar zu schreiben.

am häufigsten aufgerufen...