Maßgefertigte Ledergürtel, auch XXXXL
Wir fertigen Gürtel nach Maß und zu vernünftigen Preisen, in verschiedenen Farben, Qualitäten und Längen, mit fest vernieteter Schnalle oder als Wechselgürtel mit Druckknöpfen.
08. März 2012
Posted in Internet News
Apple hat gestern nicht nur das neue iPad vorgestellt, sondern auch eine erste iOS-Version der Foto-Management-Software iPhoto. Die fünf Dollar teure Anwendung kann Bilder oder Bildersammlungen ("Journals") auch um Kartenmaterial ergänzen. Und zwar überraschenderweise mit Hilfe von Daten des OpenStreetMap-Projektes.
Überraschend kam das wohl auch für die OpenStreetMap-Foundation, die Apple aber nichtsdestotrotz artig als neuen User begrüßt. Was verständlich ist, denn die Nutzung der OSM-Daten durch Apple ist eine Art Ritterschlag für das Projekt.
Allerdings übt man auch vorsichtige Kritik. Zum Einen daran, dass Apple nicht die aktuellsten Daten benutzt. Zum Anderen, dass Apple den Urheber der Daten nicht erwähnt. Oder, wie es der Blogger Alastair Aitchison etwas weniger diplomatisch ausdrückt, dass die OSM Daten von den "diebischen Bastarden" Apples gestohlen wurde.
Nun ist das Wort "Diebstahl" schnell ausgesprochen, aber die Tat damit noch lange nicht bewiesen. Es wäre nicht das erste Mal, dass man "vergessen" hat, ein Open Source-Projekt im Fall der Übernahme der Ergebnisse angemessen zu würdigen. Auch wenn im Fall der OSM-Daten die vorgegebene Lizenz (Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0) im Grunde nur eine Namensnennung verlangt sowie die Übernahme der Lizenz.
Man darf auch nicht unbedingt davon ausgehen, dass es sich bei der Übernahme der OSM-Daten um eine Entscheidung auf oberster Ebene handelt. Möglicherweise hat ein Entwickler-Team die Entscheidung getroffen, die OSM-Daten statt Googles Kartenmaterial zu verwenden.
Doch es verwirrt in diesem Zusammenhang schon, dass John Gruber - gewissermaßen der oberste aller Apple-Fans und der akademischste aller Android-Wadenbeißer - gleich zweimal von Apple mit Fehlinformationen versorgt wird.
Zunächst hat man ihm fälschlich bestätigt, dass bei iPhoto die Daten von Google Maps benutzt werden. Danach teilte man ihm mit, dass es sich doch nicht um Daten von Google Maps handelt, sondern um "eigene Arbeiten" Apples. Eine unwahre Behauptung, die nach dem Einspruch des OSM-Blogs geklärt werden muss und auch sicher geklärt werden kann.
Im Zweifelsfall könnte Apple ja statt der Google-Karten auch das Kartenmaterial anderer Firmen übernehmen. Nokia wäre beispielsweise ganz bestimmt nicht abgeneigt, die eigenen NavTeq-Karten zu lizenzieren. Dann hätten die Finnen endlich einen Ersatz für Google. Denn die Suchmaschine benutzte Navteq-Daten, bis Nokia das Unternehmen übernahm. Dann kündigte man alle Verträge. So, wie Apple es vermutlich beabsichtigt, auf die (kostenlose?) Hilfe von Google Maps zu verzichten.
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