Maßgefertigte Ledergürtel, auch XXXXL
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08. März 2012
Posted in Internet News
Die US-Regierung hat nach Informationen des Wall Street Journal Apple sowie fünf der größten US-Verlage eine Klage angedroht. Zu den "US-Verlagen" zählt auch die Holtzbrinck Verlagsgruppe. Allen Noch-Nicht-Beklagten wird vorgeworfen, gemeinsame Absprachen über die Anhebung der Preise für eBooks getroffen zu haben, ein Kartell zu bilden.
Neu dürfte die Klageandrohung kaum sein, denn auch das Problem, um das es geht, ist nicht ganz neu. Nach Darstellung der Finanzzeitung geht es um einen Vorgang, der im Fall der elektronischen Bücher im Jahr 2010 seinen Anfang genommen hat. Damals stand Apple kurz davor, das erste iPad auf den Markt zu bringen.
Steve Jobs, der in den Jahren zuvor Amazons Kindle für eine Schnapsidee hielt, weil die Amerikaner seiner Meinung nach keine Bücher lesen, war nach Amazons ersten Erfolgen auf den Bücher-Geschmack gekommen. Das iPad sollte auch als Reader dienen und iTunes als Buchhandel.
Doch das Geschäftsmodell der Branche, die in den USA mit Großhandelspreisen arbeitete, gefiel dem geschäftstüchtigen Jobs nicht. Bei diesem Wholesale-Modell erhalten Händler wie Amazon die Bücher etwa zum halben Verkaufspreis und können den Endpreis selbst bestimmen. Was Amazon ausnutzte und mit niedrigsten Preisen die Kindle-Nutzung anheizte.
Jobs schlug den Verlagen in dieser Situation ein anderes Modell vor, das so genannte Agency-Modell. Hierbei bestimmt der Verlag den Verkaufspreis und Apple als Händler behält 30% vom Verkaufspreis ein. Die Verlage, durch diesen Vorschlag und den neuen Partner gestärkt, konnten dann auch Amazon unter Druck setzen. Entweder, der Händler übernimmt ebenfalls das Modell, oder es gibt einfach keine Bücher mehr für den Verkauf.
Ein Ablauf, den Jobs sogar seinem Biographen Walter Isaacson in die Feder diktierte und dabei nicht mit Zynismus sparte: "We told the publishers, 'We'll go to the agency model, where you set the price, and we get our 30%, and yes, the customer pays a little more, but that's what you want anyway,'".
Für die Wettbewerbshüter stellt sich der Sachverhalt wohl ähnlich dar, denn sie unterstellen, dass in Folge der Absprachen die Preise in der gesamten Branche zum Nachteil der Verbraucher gestiegen sind. Die Verlage wiederum behaupten, der Umstieg auf das Agency-Modell habe dem Wettbewerb gedient, denn so sei es nun möglich, dass mehr Konkurrenz im Buchhandel aufkommen konnte.
Was aber die Tatsache unter den Tisch kehrt, dass kleinere Verlage bereits aufgeben mussten, weil das Agency-Modell sie überfordert.
Von Amazon hat die Finanzzeitung übrigens keinen Kommentar erhalten. Doch es unverkennbar, dass der Buchhändler mittlerweile seine Anstrengungen verstärkt hat, selbst als Verleger aufzutreten und mit den Autoren direkt zu verhandeln. Wovon die Autoren mindestens genauso profitieren wie der Händler. Nur die Verleger als Mittelsmänner mit fragwürdigem Daseinszweck bleiben auf der Strecke - was aber auch in dieser Branche nicht von jedem bedauert wird.
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