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Pressemitteilungen erfüllen oft zwei Funktionen: Meist dienen sie dazu, die Öffentlichkeit zu informieren. In manchen Fällen haben sie aber den zusätzlichen Zweck, eine gewissermaßen verschlüsselte Botschaft zu transportieren. Um einen solchen Fall könnte es sich bei der Pressemitteilung handeln, die von der NTIA zeitgleich mit dem Beginn des ICANN-Treffens in Costa Rica veröffentlicht wurde.

Der Inhalt der Pressemitteilung ist selbst für die Leser der Branchen-Plauderecke Slashdot mirakulös: Die "National Telecommunications and Information Administration" (NTIA) als Auftraggeber der Internet-Verwaltung ICANN zieht eine Ausschreibung ("Request for Proposal") zurück, in der es um den Betrieb und den Umbau der IANA-Funktionen geht.

Zur Zeit ist ICANN für den Betrieb dieses Herzstücks des gesamten Internet verantwortlich. Ein vom Zeitaufwand her überschaubarer Job, der unter anderem die Administration der Root Server umfasst. Die rein technischen Aufgaben wären nach früheren Schätzungen von einem Mitarbeiter auf halber Stelle gut zu bedienen.

Doch die IANA-Aufgaben sind mit der Kontrolle über das Internet verbunden. Weshalb man den früheren Leiter der Einrichtung, den verstorbenen Jon Postel, auch nicht als "Vater", sondern als "Gott" des Internet bezeichnete. Er entschied "in der guten alten Zeit" an der Uni Kalifornien (LA) noch aus eigener Macht, wer beispielsweise die Verwaltung einer nationalen Top Level Domain übernehmen kann und wer nicht. Die notwendigen Änderungen an der Root Zone und am Whois der TLDs nahm er selbst vor, wenn sich kein HiWi dafür fand.

Nun ist der Vertrag der US-Behörde NTIA mit der Nonprofit-Organisation ICANN überfällig. Offiziell endete er im vergangenen Jahr, kann aber jährlich verlängert werden. Doch in der Ausschreibung des vergangenen Jahres wurden von der NTIA im Rahmen eines RFP notwendige Änderungen verlangt – etwa die klare Trennung zwischen Richtliniengestaltung und Implementierung betreffend ("...need for structural separation of policymaking from implementation"). Außerdem ging es um die stärkere Berücksichtigung nationaler Justizbefindlichkeiten.

Und wie es in der Pressemitteilung heißt, wurde dieser Request von der NTIA nun zurückgezogen, weil man keinen Vorschlag erhalten hat, der den Anforderungen genügt hätte ("we received no proposals that met the requirements requested by the global community"). Woran sich die Frage anschließt, ob denn auch ICANN keine entsprechenden Vorschläge machen konnte.

Für den Außenstehenden stellt es sich jedenfalls so dar und der Termin, zu dem diese Mitteilung erfolgt, verstärkt diesen Eindruck. Gerade erst hat die ICANN-Wandertruppe ihre Zelte in Costa Rica aufgeschlagen. Daher die Vermutung, dass die Pressemitteilung eine versteckte Botschaft transportiert: Man sollte sich bei der ICANN gelegentlich auch Gedanken um die wirklich wesentlichen Dinge machen. Und der Vertrag zur Verwaltung der IANA-Funktionen gehört auf jeden Fall dazu.

Dieser Vertrag ist wichtiger als alle (für ICANN profitablen) TLD-Erweiterungspläne, um die es dem größten Reiseclub der Welt derzeit in erster Linie geht. Denn dieses Thema steht auch in Costa Rica wieder ganz oben auf dem Programm der ICANN. Obwohl es außer der ICANN kaum jemanden gibt, der diese Pläne befürwortet .

Sogar die NTIA als Auftraggeber hat deutliche Kritik an diesen Plänen geübt, was von der ICANN aber ignoriert wurde. Obwohl die Existenz der ICANN in enger Verbindung zu den IANA-Funktionen zu sehen ist. Schließlich ist IANA für das Internet wesentlich. ICANN aber könnte von heute auf morgen verpuffen, ohne eine nennenswerte Lücke zu hinterlassen. Abgesehen natürlich beim ICANN-Management, den beratenden Anwaltskanzleien sowie bei Reiseunternehmen und Kongressveranstaltern.



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