Maßgefertigte Ledergürtel, auch XXXXL
Wir fertigen Gürtel nach Maß und zu vernünftigen Preisen, in verschiedenen Farben, Qualitäten und Längen, mit fest vernieteter Schnalle oder als Wechselgürtel mit Druckknöpfen.
14. März 2012
Posted in Internet News
Die New York Times widmet der Encyclopaedia Britannica einen längeren Beitrag, denn das renommierte Nachschlagewerk beendet nach 244 Jahren sein Erscheinen als gedruckter Regalmeterfresser. Die Ausgabe des Jahres 2010 wird die letzte in der bisher bekannten Form sein. Sie wurde 12.000 Mal gedruckt und davon wurden 8.000 Ausgaben verkauft.
Der Preis für die 32 Bände mit ihren 65.000 Artikeln beträgt fast 1.200 Pfund (ca. 1.440 Euro), die in Leder gebundene Version mit Goldschnitt kostet mehr als doppelt so viel. Diese edlen Bände sehen im Regal auch noch mal so gut aus. Doch der Bedarf an Deko-Objekten hält sich in Grenzen, wie die Verkaufszahlen zeigen.
Was sind schon 8.000 verkaufte Lexika, wenn es im Jahr 1990 noch 120.000 alleine in den USA waren? Wie wollte man bei diesen Stückzahlen die Kosten der 4.000 Autoren tragen? Selbst wenn sie kostenlos arbeiten, sind die Kosten für Lektorat, Satz, Druck, Organisation und Vertrieb auf dieser Grundlage nicht mehr zu stemmen.
Doch das Ende der gedruckten Ausgabe bedeutet nicht das Ende der Enzyklopädie. Die kann sich trotz kostenloser Konkurrenz durch Wikipedia auf dem Markt behaupten. Mehr als eine halbe Million Haushalte zahlen laut NYT derzeit die verlangte Jahresgebühr von 50 Pfund. Wobei das Abonnement ein wunderbares Verkaufsmodell ist, wie jeder Zeitungsverlag und jeder Drücker gerne bestätigt.
Die gedruckte Ausgabe ließe sich unter diesen mittelfristig positiven Bedingungen sicher auch noch weiter "nebenbei" produzieren und es gab sicher lange und schwierige Debatten, bis man sich für die Einstellung der gedruckten Version entschied. Doch man maß dem Wissen und seiner Verbreitung wohl größere Bedeutung bei als Tradition und Dekoration.
Eine Entscheidung, die anderen Verlagen früher oder später noch bevorsteht, denn es wird niemand ernsthaft glauben, dass in 100 Jahren noch Bäume geschreddert werden, um Nachrichten darauf zu drucken, die tags darauf als historisches Werk auf dem Frühstückstisch liegen.
In dieser Hinsicht fällt es bei einer Enzyklopädie möglicherweise leichter, einen Schlussstrich zu ziehen. Gerade bei Zeitungen und Zeitschriften stellen sich Bedarf und Absatz dagegen noch etwas anders dar, was diese Entscheidung noch objektiv behindert. Solange sich Papier verkaufen lässt, wird das vermutlich auch geschehen. Allerdings könnte man manchmal meinen, dass ein subjektives Klammern der Verantwortlichen in den Verlagen ebenfalls eine Rolle spielt. Aber auch das wird der Markt schon richten.
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