Maßgefertigte Ledergürtel, auch XXXXL
Wir fertigen Gürtel nach Maß und zu vernünftigen Preisen, in verschiedenen Farben, Qualitäten und Längen, mit fest vernieteter Schnalle oder als Wechselgürtel mit Druckknöpfen.
21. März 2012
Posted in Internet News
Wie gestern berichtet, fordert Anonymous nicht mehr länger zum gewaltsamen Protest gegen Paypal auf. Stattdessen wird vorgeschlagen, das eigene Paypal-Konto zu löschen, wenn man mit den politisch beziehungsweise patriotisch motivierten Eskapaden der eBay-Tochter nicht einverstanden ist (Paypal hatte im vergangenen Jahr Spenden an Wikileaks behindert, obwohl es keine rechtliche Begründung dafür gab). Doch wie löscht man eigentlich ein Paypal-Konto?
Eine berechtigte Frage, mit deren Beantwortung keinesfalls ein Boykott-Aufruf unterstützt werden soll. Das wäre nach deutschem Recht möglicherweise sogar strafbar. Doch es lohnt sich, die Frage nach der Löschung an sich zu beantworten, denn viele Online-Auftritte sind nur darauf ausgerichtet, neue Mitglieder anzulocken und zu registrieren. Beim Löschen scheint man dagegen auf das Konzept des Vergessens zu setzen.
Paypal hat jedoch eine Möglichkeit für die Kontenlöschung vorgesehen, man muss sie nur finden und ein Blick in die Hilfefunktion hilft dabei ungemein. Dort erhält man die Anleitung, nach dem LogIn zunächst den Menü-Punkt "Mein Profil" anzuklicken. Auf der folgenden Seite findet man dann unter anderem den Menüpunkt Einstellungen, dem zu folgen ist.
In der darauf erscheinenden Liste erscheint ganz oben der Punkt "Kontotyp", unter dem angegeben wird, ob es sich um ein privates oder ein geschäftliches Paypal-Konto handelt. Hinter dieser Angabe folgt der gesuchte Link "Konto schließen". Ab diesem Punkt wird es dann ernst.
Auf der folgenden Seite muss der Kündigungswillige erst einmal die Sicherheitsfragen beantworten, die bei der Anmeldung erfasst wurden (z.B. Geburtsort, Geburtsname der Mutter...). Nach der Bestätigung folgt der Hinweis, dass die Löschung endgültig ist ("sowohl der Kontoauszug als auch der Aktivitätszähler des Kontos gehen verloren"). Nachdem auch diese Warnung bestätigt wurde, wird in geschlossener (strukturierte Fragen) und offener (Freitext) Form nach den Gründen für die Kündigung gefragt. Der zusätzliche Kommentar ist auf 1.000 Zeichen beschränkt, man muss sich also kurz fassen.
Danach folgt – dann doch etwas überraschend – die Frage, ob man das Konto schließen möchte. Nach der Bestätigung wird nochmals auf Kontaktmöglichkeiten in Form einer kostenpflichtigen Telefonnummer hingewiesen. Ganz so wichtig scheint es Paypal also doch nicht zu sein, den Kunden zu behalten.Sonst würde ja wohl eine kostenfreie Nummer angeboten.
Mit der letzten Bestätigung hat man dann endlich das gewünschte Ziel erreicht. Zum Abschied weist Paypal noch einmal darauf hin, dass der letzte Klick auf "Konto schließen" gefährlich ist, denn "alle ausstehenden Transaktionen von Ihnen (werden) automatisch storniert, und Ihr Konto wird geschlossen". Aber genau das will man ja. Ein Login mit den bisherigen Zugangsdaten ist danach nicht mehr möglich, das Ziel ist erreicht.
- Einloggen
- Mein Profil
- Einstellungen
- Kontotyp Konto schließen
- Sicherheitsfragen
- Warnhinweis (Schließung ist endgültig, … Gründe für die Kontoschließung / Kommentar
- Möchten Sie Ihr Konto schließen?
- Kontakt (Wir legen Wert auf Ihre Zufriedenheit und darauf, dass Sie unseren Service weiterhin nutzen, Verweis auf kostenpflichtige Rufnummer...)
- Konto schließen (Wenn Sie auf "Konto schließen" klicken, werden alle ausstehenden Transaktionen von Ihnen automatisch storniert, und Ihr Konto wird geschlossen).
- Geschafft!
Ein abschließendes Informations- und Löschbegehren an Paypal Deutschland zu richten, wie es etwa das Bundesdatenschutzgesetz vorsieht, kann man sich im Grunde sparen. Da jeder Paypal-Nutzer einwilligt, die Daten in die USA zu übertragen und da US-Unternehmen das Safe Harbor-Abkommen regelmäßig missachten, ist es müßig, nach den in Deutschland gespeicherten Daten weiter zu fragen.
Der Düsseldorfer Kreis der deutschen Datenschützer hat jedenfalls vor zwei Jahren festgestellt (Wikipedia), dass sich Datenexporteure nicht auf die Safe-Harbor-Zertifizierung verlassen dürfen. Da muss man es als Verbraucher auch nicht tun.
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