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23. März 2012
Posted in Internet News
Die aus dem Blauen kommende Klage von Yahoo gegen Facebook wegen der angeblichen Verletzung etlicher Patente zeigt ihre Wirkung: Facebook hat nach Informationen Reuters 750 Patente von IBM gekauft.
Die damit verbundene Absicht liegt auf der Hand: Nach bekanntem Handlungsmuster (Stichwort "tit for tat") wird Facebook dem Kläger nun auch zeigen, was eine Patent-Harke ist. Dass Mark Zuckerberg dazu auf Shopping-Tour bei IBM geht, ist nun wirklich kein Wunder. Der einstige Büromaschinenhersteller gilt seit etlichen Jahren als "erfindungsreichstes" Unternehmen. Was im Klartext bedeutet, dass kein anderes US-Unternehmen so viele Patente angehäuft hat wie IBM.
Auch Google hat sich im vergangenen Jahr bei IBM mit Patenten eingedeckt, um sich für den Patentkrieg mit Apple, Microsoft und Oracle zu wappnen. Die wirklich interessante Frage an dem aktuellen Deal aber kann Reuters nicht beantworten: Wie viel Geld musste Facebook für dieses Patent-Paket auf den Tisch legen?
Diese Frage dürfte insbesondere die Börse interessieren, denn der Börsengang Facebooks rückt immer näher. Und in diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, wie hoch der Überschuss des Unternehmens ist beziehungsweise sein kann. Im SEC-Filing für den Börsengang wird für das Jahr 2011 ein "Net Income" von 1 Milliarde Dollar angegeben.
Und wie Reuters fast schon süffisant anmerkt, hat die hohe Nachfrage der Technologie-Unternehmen die Preise für geistiges Eigentum nach oben getrieben. Immerhin war es Google wert, 12,5 Milliarden Dollar für den Gerätehersteller Motorola zu zahlen, um an die Patente des Unternehmens zu kommen. Für die 6.000 Nortel-Patente hatte Google im vergangenen Jahr erst 900 Millionen Dollar geboten, um dann von einem Gebot in Höhe von 4,5 Milliarden Dollar aus dem Rennen geworfen zu werden.
Der Einstieg Facebooks in diesen Club der Patent-Besitzer dürfte also nicht billig gewesen sein, Und es ist ebenfalls absehbar, dass es bei diesem ersten Ankauf nicht bleiben wird. Denn nach Yahoo werden auch andere Unternehmen Facebook auf mögliche Angriffsoberflächen hin abklopfen.
Facebook-Nutzer werden daher nicht damit rechnen dürfen, dass ihre Privatsphäre in absehbarer Zeit besser geschützt wird. Denn die Missachtung der Privatsphäre erhöht die Chancen auf Werbeeinnahmen und Geld wird Facebook in Zukunft noch sehr viel brauchen. Der Verlauf des Börsengangs wird damit eine besonders kritische Größe.
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