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Die im letzten Jahr von Oracle mit der US-Regierung vereinbarte Schlichtungszahlung von 200 Millionen Dollar – immerhin die höchste Nicht-Strafe seit 150 Jahren US-Geschichte – war wohl doch noch nicht der letzte Akt in diesem Drama. Einer der Investoren des Unternehmens klagt jetzt gegen Firmenchef Lawrence Ellison und die Direktoren des Unternehmens.

Sie sollen ihre Pflichten gegenüber den Anlegern missachtet haben, als sie sich auf langwierige Verhandlungen einließen, anstatt die ihnen gemachten Vorwürfe anzuerkennen. Gemeint sind damit die Vorwürfe des früheren Oracle-Mitarbeiters Paul Frascella, der die Firmenleitung erfolglos darauf aufmerksam machen wollte, dass man den staatlichen Einkauf in Gestalt der GSA ("General Services Administration") vermutlich regelmäßig behumst.

Doch diese Warnungen wurden ignoriert, obwohl Oracle schon einmal eine riesige Summe (100 Millionen Dollar) wegen solcher Probleme zahlen musste. Also betätigte sich Frascella als Whistleblower und verpfiff seinen Arbeitgeber an die staatlichen Ermittler – wofür er eine Belohnung von 40 Millionen Dollar kassierte, 20% der Schlichtungssumme.

Die aber ist nach Ansicht des Klägers Jordan Weinrib nur deshalb so hoch ausgefallen, weil die Führungsriege des Unternehmens das Fehlverhalten bis zuletzt verneinte. Die teure Schlichtung (ohne Anerkennung einer Schuld) hätte durch ein Geständnis und durch die Zahlung einer Wiedergutmachung nebst einer moderaten Strafe vermieden werden können. So aber wurden die Aktionäre für das Fehlverhalten des Unternehmens unverschuldet geschädigt, wofür Weinrib nun einen Schadensersatz fordert.



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