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Ein Wissenschaftler der Universität von Texas startet einen neuen Angriff auf Facebooks schöne, heile Welt, in der man alles "mögen" ("like"), aber nichts verabscheuen kann. Dean Terry (oder besser gesagt, einer seiner Studenten) hat mit EnemyGraph eine Facebook-Anwendung entwickelt, mit der man endlich auch Feinde markieren kann, oder alles Mögliche andere, was dem Anwender missfällt.

Wozu im Fall des Wissenschaftlers Terry auch die "soziale Philosophie" Facebooks gehört, die mit EnemyGraph kritisiert werden soll. Allerdings rechnet er auch damit, dass es nur wenige Wochen dauern kann, bis Facebook seine Anwendung sperrt. Denn sie muss laut Terry von dem Unternehmen als eine Art Gotteslästerung der sozialen Medien wahrgenommen werden, weil sie die Gemeinschaft nutzt, Konversation aufbaut und die Identität pflegt.

Das klingt sehr verwissenschaftlicht, doch es ist durchaus erkennbar, dass Facebook es nur mag zu mögen. Ein Dislike-Button, wie er von Millionen Anwendern ausdrücklich gewünscht wird, wurde bisher ohne nachvollziehbare Begründung verwehrt. Wahrscheinlich ist das wirklich nur durch eine Philosophie zu begründen. Und zwar die, dass Werbebotschaften nur in einem zustimmenden, unterstützenden Kontext präsentiert werden sollten. Womit sich aversive Äußerungen von vornherein verbieten.

Facebook kann zwar nicht verhindern, dass die Nutzer Dinge und Menschen auch negativ bewerten. Doch man gibt ihnen kein Werkzeug an die Hand, mit denen sie es auf Knopfdruck tun können. Womit nach Ansicht Terrys eine soziale Welt geschaffen wird, der wesentliche Aspekte der realen Welt fehlen. Denn die individuelle Identität und soziale Beziehungen definieren sich nicht nur durch Dinge, die man mag, sondern auch durch das Gegenteil.

Was der Professor dabei aber augenscheinlich verkennt: Die soziale Welt Facebooks soll gar kein Abbild der Realität sein. Genau so, wie unterhaltende Fernsehserien meist so gut wie nichts mit dem realen Leben zu tun haben. Facebook wird vielmehr durch die Beschränkung auf das "Like" genau zu dem, was die Anwender sich wünschen. Wer wollte schon ein Facebook, auf dem auch die Feinde miteinander vernetzt sind?



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