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Mindestens ein Unternehmen ist von Apples iPhone ganz und gar nicht entzückt: Cisco, seit der Übernahme der Firma Infogear im Jahr 2000 im Besitz der Marke iPhone, die bereits im Jahr 1996 beantragt worden war, sieht sich von Apple übergangen. Der Ärger ist so groß, dass Cisco Klage gegen Apple eingeleitet hat.

In einem offenen Brief erklärt Mark Chandler als leitender Mitarbeiter des Unternehmens, warum Cisco vom Vorgehen Apples sehr enttäuscht ist. Nach seinen Angaben befinden sich Apple und Cisco bereits seit Wochen in intensiven Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit.

Was nachvollziehbar ist, nachdem Cisco im Dezember eine neue Produktreihe unter dem Namen iPhone veröffentlichte und damit deutlich machte, dass der Begriff iPhone keineswegs eine ungenutzte Marke ist. Schon vor der Aufnahme von Gesprächen durch Cisco habe Apple sogar mehrfach um die Erlaubnis gebeten, die Marke benutzen zu dürfen. Und bei den nachfolgenden Gesprächen hat Apple nach Darstellung Chandlers immer den Eindruck erweckt, ebenfalls an einem gemeinschaftlichen Ziel interessiert zu sein.

Umso überraschter sei man gewesen, als Apple dann sein eigenes iPhone vorstellte, ohne zuvor eine Einigung mit Cisco erzielt zu haben. Das macht es für Cisco nun unmöglich, den Begriff in einer differenzierten Form gemeinsam zu nutzen, bei der jeweils ähnliche Konvergenz-Geräte (Internet + Telefonie) produziert werden und man dennoch eine Verwirrung seitens der Verbraucher ausschließen kann.

Wie eine solche eiermilchlegende Markenwollmilchsau aussehen sollte, kann oder will Chandler zwar nicht beschreiben. Doch das ist jetzt ohnehin nicht mehr wichtig, denn der Rechtsstreit scheint nun unausweichlich. Und wie der Cisco-Mann zurecht feststellt, würde Apple im umgekehrten Fall auch nicht anders reagieren. Denn auch Apple ist "aggressiv", wenn es um den Schutz der eigenen Markenrechte geht.



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