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Die in der kommenden Woche beginnende Verhandlung gegen den früheren Stabschef des US-Vizepräsidenten, Lewis Libby, kann als eine Art Markstein in der Geschichte der Web Logs betrachtet werden. Erstmals werden 2 der begehrten Plätze im Gerichtssal für Pressevertreter von Bloggern besetzt werden.

Womit die Zunft der Tagebuchschreiber in der eher formalisierten US-Pressenlandschaft eine deutliche Aufwertung erfährt. Vor allem, weil es sich bei dem Verfahren gegen Libby um ein bedeutendes Medienereignis handelt, das in den verschiedenen politischen Lagern sehr unterschiedlich bewertet wird.

Die Anklage wirft Libby Behinderung der Justiz, Falschaussagen gegenüber dem FBI sowie Meineid vor. Der eigentliche Gegenstand des Verfahrens wird allerdings nicht als Klagepunkt aufgeführt: Die Enttarnung der CIA-Agentin Valerie Plame gegenüber einem (ordentlichen) Journalisten.

Dies, eine schwere Straftat nach dem US-Gesetz, wurde als Racheakt betrachtet, denn der Ehemann der Agentin hatte eine Begründung der US-Regierung für den Krieg gegen Saddam Hussein als unwahr enttarnt. Er war in den Niger gereist und konnte die Behauptung widerlegen, dass die irakische Regierung im Niger Uran-Ankäufe tätigte.

Wer tatsächlich im Zusammenhang mit dieser Berichterstattung den Namen der Agentin an die Presse gab, ist bis heute unklar. Der frühere stellvertretende Außenminister Richard Armitage hat sich zwar als "primäre Quelle" zu erkennen gegeben. Doch es wird weiterhin vermutet, dass auch andere Regierungsmitglieder Verantwortung tragen. In dem nun beginnenden Verfahren gegen Libby werden vermutlich weitere Hintergrundinformationen zu diesem Fall bekannt, der gerade in der Blogger-Szene sehr kontrovers diskutiert wurde.

Wenn nun 2 Plätze für Blogger reserviert werden, so bedeutet das eine deutliche Aufwertung und Anerkennung dieser alternativen Form des Journalismus. Ein Vertreter des Gerichts meint gegenüber Reuters, dass die Blogger ein Teil der Medienlandschaft seien, den man nicht ignorieren dürfe, da man sonst die Realität ignoriere.

Eine Einschätzung, die bisher vielleicht noch nicht Allgemeingut ist. Doch gerade in den USA haben sich die Blogs in den letzten Jahren zum Komplementär der konventionellen Medien entwickelt. Und das bedeutet nicht nur, dass Blogs teilweise selbst als Berichterstatter in Erscheinung treten. Es bedeutet auch, dass die Blogs vielfach den Wahrheitsgehalt der Medienberichterstattung und die Sorgfalt beziehungsweise Unabhängigkeit der Medienvertreter in Zweifel ziehen.

Von daher ist es auch nur richtig, wenn ihnen nun ebenfalls Zugang zu den vorderen Plätzen bei der Informationsbeschaffung gewährt wird. Allerdings sollte man dabei die Beobachtung nicht unterdrücken, dass dieser Sieg nur einer organisierten Form des Bloggens gelungen ist. Denn Zugang erhalten nur Mitglieder der Media Bloggers Association.

Einem Verband, dem derzeit etwa 1.000 Blogger angehören. Die Angehörigkeit in einem (Berufs-?) Verband könnte aber als erster Schritt zur Entwicklung und Annahme von standesrechtlichen Normen gesehen werden. Und gerade die Freiheit von solchen normativen Zwängen war bisher vielleicht einer der größten Vorteile des Bloggens.



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