LedergürtelMaßgefertigte Ledergürtel, auch XXXXL

Wir fertigen Gürtel nach Maß und zu vernünftigen Preisen, in verschiedenen Farben, Qualitäten und Längen, mit fest vernieteter Schnalle oder als Wechselgürtel mit Druckknöpfen.

 

Dem britischen Marktforscher Screen Digest ist eine Diskrepanz aufgefallen, die er nun in einem 2.400 Euro teuren Bericht näher beschreibt. Die Diskrepanz besteht zwischen der Vielzahl an user-generierten Videos, die überall im Web zu finden sind und den daraus erzielten Einnahmen.

Denn während die user-generierten Filme etwa 47% des gesamten Video-Angebots im Web ausmachen, sind sie nur für etwa 15% der gesamten Einnahmen im Video-Sektor verantwortlich. Diese Feststellung ist Reuters zwar immerhin eine Meldung wert. Doch ein Blick auf Google Video, YouTube, Revver, Metacafé oder einen der anderen Video-Dienste dürfte eigentlich schon reichen, um zu dieser Erkenntnis zu kommen.

Denn auch Firefox-Nutzer mit deaktiviertem Adblock/ Adblock Plus werden dort sehr schnell sehen, dass es nichts zu sehen gibt. Zumindest, was Werbeeinblendungen angeht. Selbst Google, das mit seinem Adwords-Programm über einen fast unerschöpflichen Anzeigen-Fundus verfügt, verzichtet derzeit noch weitgehend auf Werbung.

Das mag etwas verblüffen, da Google und andere Video-Dienste gleichzeitig bereit sind, für erfolgreiche Videos zu zahlen. Angesichts dieser scheinbar blinden Versessenheit auf Wachstum fühlt man sich fast an die Zustände erinnert, wie sie Ende der 90er Jahre herrschten. Auch damals ging es vielen Diensten zunächst einmal um die Besetzung von Marktanteilen, während Einnahmen und Gewinne irgendwie unwichtig erschienen.

Doch die Teilnahme von Google an diesem paradoxen Wettlauf um Zuschauerzahlen macht den Vergleich hinfällig. Denn im Unterschied zu allen anderen Video-Diensten verfügt Google über das notwendige Kleingeld, um noch lange Zeit auf YouTube-Werbeeinnahmen verzichten zu können. Und hier ist von echtem Kapital die Rede und nicht von Geld, für das andere Video-Dienste bei Risiko-Geldgebern betteln müssen.

Überhaupt sollte man nicht vergessen, in welchem Zusammenhang die YouTube-Übernahme durch Google erfolgte. Viele mag es im Oktober 2006 überrascht haben, dass Google bereit war, 1,65 Milliarden Dollar in ein Projekt zu investieren, das noch keine nennenswerten Einnahmen erzielt.

Doch nur wenige Wochen zuvor beschäftigte ein ganz anderes Thema die Medienwelt. Weil Google zu hohe Rücklagen gebildet hatte ("Google hat zu viel Bares") bestand die Gefahr, dass die US-Börsenaufsicht die Suchmaschine als Investmentfonds einstuft, was zu einer sehr sehr viel stärkeren Regulierung geführt hätte. Ein ähnliches Problem hatte Jahre zuvor schon Microsoft, das 1988 erfolgreich eine Ausnahmeregelung bei der Börsenaufsicht beantragte.

Google kündigte daher an, ebenfalls einen solchen Antrag stellen zu wollen. Doch solche Anträge sind in der Bearbeitung sehr langwierig und selten von Erfolg gekrönt. Daher folgte die Suchmaschine wohl der nahe liegenden Empfehlung, "to start spending that money like crazy", und kaufte sich daher gerne in einem Markt ein, in dem schon Google Video ohne finanziellen Erfolg agierte.

Daher ist es aber auch absehbar, dass in diesem Markt Einnahmen noch lange Zeit nur eine nebensächliche Rolle spielen. Das wird Screen Digest in seinem nächsten Bericht für 2.400 Euro sicher gerne bestätigen.

Du musst Dich anmelden oder registrieren, um einen Kommentar zu schreiben.

am häufigsten aufgerufen...