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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Nach einem Bericht des Wired Magazins arbeiten die Finanz- und Steuerbehörden von insgesamt 5 Ländern - Dänemark, Großbritannien, Kanada, Niederlande und Österreich, Schweden kommt im Laufe des Jahres hinzu - gemeinsam an einem Projekt aus dem Bereich des fiskalen "Data Mining".

Mit Hilfe von Robots sollen Informationen aus dem Web gesammelt und für Zwecke der Steuererhebung beziehungsweise für die Aufklärung von Steuervergehen dauerhaft gespeichert werden. Für die technische Entwicklung dieses Erfassungssystems soll unter anderem die niederländische Holding Sentient Machine Research verantwortlich sein. Deren Unternehmenstöchter haben bereits ähnliche Lösungen für die polizeiliche Strafverfolgung entwickelt.

Weitere Details zu diesem Projekt und seinem Entwicklungsstand kann Wired allerdings kaum liefern, denn die befragten Behörden verweigern weitgehend die Auskunft. Lediglich die Teilnahme an diesem Projekt "Xenon" wird bestätigt, wobei diese Namenswahl in Anlehnung an das superhelle Xenonlicht erfolgte. Auch der Penunzen-Bot Xenon soll alles lückenlos ausleuchten.

Wobei sich die Arbeitsweise dieses Robots von jener herkömmlicher Bots deutlich unterscheiden soll. Der Xenon-Bot arbeitet beispielsweise sehr viel behäbiger als ein Suchmaschinen-Robot. Das unter anderem, weil die Kontrolle durch das Finanzamt nicht auffallen soll. Auch der von dem Bot benutzte User Agent kann daher beliebig variiert werden.

Überhaupt sollen viele Steuerungsmöglichkeiten des Bots manuell wahrgenommen werden. Das wird auch notwendig sein, denn die konkreten Aufaben des des Bots können sehr unterschiedlich ausfallen. Eine typische Aufgabenstellung wird aber darin bestehen, Seiten zu spidern, die gesammelten Daten dieser Seiten (z.B. Adressen, Telefonnummern, Angaben zum Betreiber etc.) mit weiteren Datenbeständen abzugleichen und alle analysierten Daten zu speichern.

Diese Speicherung dürfte von Datenschützern nicht gerade begrüßt werden. Doch gerade sie scheint ein wichtiges Anliegen aller beteiligten Behörden zu sein. Wobei einige dieser Ämter auch schon vor Xenon an vergleichbaren Projekten gearbeitet haben.



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