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09. Februar 2007
Posted in Internet News
In einem Filmbeitrag für das US-Fernsehen stellt Reuters die neueste Neuigkeit aus der IT-Welt vor: Sich selbst zerstörende Mails. Dieses Mal kam eine Firma namens Vaporstream auf diese glorreiche Idee, die leider schon etliche andere Unternehmen zuvor hatten.
Wobei es auch hier müßig ist, sich mit der speziellen technischen Umsetzung zu beschäftigen. Denn auch dieses Vorhaben wird voraussichtlich wie alle seine Vorgänger scheitern. Möglicherweise wird es erst noch einige Millionen Dollar an Risikokapital verbrennen, sollte es die Flash-Präsentation dieses "einzigartigen Verfahrens" wieder zum Laufen bringen.
Doch der Fehler dieses Systems liegt nicht in der Technik, sondern im Ansatz begraben: Warum sollte jemand, der um die Vertraulichkeit seiner Information fürchtet, diese erst in einen Computer eintippen, über den Server eines fremden Unternehmens jagen und dann einen mutmaßlich unzuverlässigen Empfänger dazu bewegen, diese Informationen in einem flüchtigen "Vaporstream" auf den Monitor zu bringen? Nur um diesen dazu zu zwingen, das Geschriebene in einem Screenshot festzuhalten?
Und selbst wenn beide Seiten diese Kommunikation einvernehmlich schützen wollen, gäbe es wesentlich einfachere Wege, für die man nicht 40 Dollar monatlich berappen muss. Das alles scheint den Machern der Software sogar bewusst. Wie sonst käme jemand auf die Idee, ein Produkt als "Vaporstream" zu bezeichnen und damit einen Vergleich mit "Vaporware" - heißem Marketing-Dampf - zu provozieren?
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