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05. März 2007
Posted in Internet News
Für Anbieter von Web-Radio in den USA wird es künftig eng. Am vergangenen Freitag hat das "U.S. Copyright Royalty Board" die neue Gebührenordnung für das Webcasting von Musik im Internet bekannt gegeben. Damit ist der finanzielle Rahmen für die Lizenzzahlungen der Radioanbieter an die Musikverlage bis zum Jahr 2010 festgelegt.
Mit dieser Bekanntgabe ist aber auch eine nachträgliche Belastung für die Anbieter verbunden, da die Gebühren für das vergangene Jahr rückwirkend erhöht werden. So wird geschätzt, dass sich selbst kleinste Anbieter auf Zusatzkosten von etwa 500 Dollar aufwärts einrichten müssen.
Gleichzeitig werden die Gebühren in den folgenden Jahren ebenfalls weiter kräftig steigen: Von 0.0008 Dollar-Cent pro "gestreamtem" Musikstück und Zuhörer im Jahr 2006 auf 0.0019 Dollar-Cent im Jahr 2010. Für das Wired Blog steht damit fest, dass sich die Schiedsrichter des Royalty Board einseitig an den Vorschlägen beziehungsweise Forderungen der Musikindustrie orientiert haben.
Das bedeutet aber auch, dass Radioanbieter im Internet künftig mehr Werbeeinblendungen schalten müssen. Nicht nur, um mehr Einnahmen zu erzielen, sondern auch, um weniger Musik bezahlen zu müssen. Die Zahl der Werbe-Spots pro Stunde wird dabei voraussichtlich sogar noch höher liegen als im herkömmlichen US-Radio. Womit sich für viele Zuhörer eine Rückkehr zum alten FM-Radio anbietet.
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