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Der Verband der US-Musikindustrie RIAA stößt bei seiner im letzten Monat neuerlich ausgerufenen Kampagne gegen universitäre Musik-Piraten auf Widerstand.

Die Leitung der Universität von Nebraska sieht es nicht ein, eine umfangreiche Vorratsdatenspeicherung zu betreiben, nur um die RIAA-Klagen zu erleichtern. Gleichzeitig beklagt sich die Universität über die Vielzahl der RIAA-Beschwerden und den damit verbundenen Arbeitsaufwand. RIAA wird daher aufgefordert, diese Kosten zu übernehmen.

Hintergrund ist Folgendes: Den Studenten, die das Netzwerk der Universität benutzen, wird bei der Nutzung dynamisch eine IP zugeteilt. Die Logs der Universität werden aber nur etwa einen Monat lang gespeichert. Die von RIAA zuletzt eingeforderte Zuordnung von 36 IPs scheiterte daher größtenteils, denn nur in neun Fällen war es möglich, diese Zuordnung vorzunehmen.

RIAA verlangt nun von der Universität, die Datenspeicherung zeitlich auszuweiten, "man sollte annehmen, dass eine Universität den Bedarf an einer solchen Speicherung der Daten erkennt". Doch die Universität sieht es augenscheinlich nicht ein, sich zum "Agenten der RIAA" machen zu lassen, "wir geben Steuergelder aus, um die Probleme der RIAA zu lösen".

Alleine im laufenden Schuljahr habe RIAA schon 1.000 Abmahnungen mit Unterlassungsaufforderung ("Cease and Desist") an die Universität geschickt. Und es kostet die Universitätsleitung nach eigenen Angaben jeweils etwa 11 Dollar, diese Beschwerden zu bearbeiten.

Daher wurde der Verband nun schriftlich aufgefordet, diese Kosten zu erstatten. Doch RIAA sieht sich außerstande, der Forderung nachzukommen. Denn die Piraten benutzen das Netz der Universität und deren Internet-Zugang, "um illegale Inhalte weltweit anzubieten (...) Sollte das ein Problem des Steuerzahlers sein? Absolut!"



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