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Seitdem das Wall Street Journal vor zwei Tagen über mögliche Verkaufspläne des Werbedienstleisters DoubleClick zu tuscheln wusste, scheint es allen Medien klar: Microsoft wird DoubleClick übernehmen und sich damit ein Werbenetzwerk aneignen, das sogar mit jenem Googles konkurrieren könnte -.weshalb auch Google gleich als möglicher Käufer gehandelt wird.

Nun aber lässt der - vielleicht nicht allzeit, aber oftmals - gut informierte John Battelle in seinem Web Log ein anderes Kätzlein aus dem Sack: Bei Google wird ein Produkt entwickelt, das mit jenen DoubleClicks konkurrieren könnte, denn es dient dazu, (graphische) Werbekampagnen Dritter auf den Sites von beliebigen Content Partnern einzubinden und das Controlling dieser Werbeeinblendungen zu übernehmen.

Doch nicht nur das. Von einer vertrauenswürdigen Quelle hat Battelle noch dazu erfahren, dass dieses GoogleClick kostenlos angeboten wird. Das wäre kein Konkurrent für DoubleClick, sondern der Todesstoß für dieses heute noch auf 2 Milliarden Dollar Wert geschätzte Unternehmen.

DoubleClick, nach dem Platzen der Internet-Blase ohnehin nur noch ein Schatten seiner selbst, könnte unter diesen Bedingungen kaum mehr existieren. Auch Battelle drängt sich der Vergleich zu Netscape auf, dem Microsoft mit der kostenlosen Abgabe des Microsoft Internet Explorers die Existenzgruindlage entzogen hat und dem schließlich nach der Übernahme durch AOL nur noch ein langsamer Tod als schwer vernachlässigter Pflegefall blieb.

Angesichts dieses Beispiels stellt sich aber die Frage, wozu Microsoft DoubleClick noch übernehmen sollte. Schließlich wäre es reichlich viel verlangt, 2 Milliarden Dollar für eine Existenz ohne Zukunft zu zahlen.

Jedoch handelt es sich bisher bei Battelles Angaben um Gerüchte, denen man glauben kann, aber nicht glauben muss. Immerhin wird über Google jeden Tag ein neues Gerücht in die Welt gesetzt und bestenfalls die Hälfte dieser Angaben bewahrheitet sich.

Für Microsoft gilt es also, eine schwierige Entscheidung zu treffen - oder einfach nichts zu tun. Soll doch das Wall Street Journal DoubleClick kaufen.



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