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03. April 2007
Posted in Internet News
Die Europäische Kommission hat ein formelles Verfahren gegen Apple und die führenden Gesellschaften der Phonoindustrie eingeleitet. Den Beklagten wurde laut Reuters ein "Statement of Objections" zugestellt, zu dem sie sich jetzt äußern müssen.
Den Unternehmen wird vorgeworfen, gegen die Grundlagen des gemeinsamen Marktes zu verstoßen, wenn sie den Online-Handel mit Musikstücken auf das jeweilige Herkunftsland des Käufers beschränken. Hintergrund des Verfahrens ist die vor zweieinhalb Jahren (!) laut gewordene Beschwerde britischer Verbraucherschützer, die sich gegen den "Beschiss" im Musikhandel zur Wehr setzen wollen.
Denn britische Verbraucher zahlen bei Apple iTunes 79 Pence (ca. 1,17 Euro) pro Musikstück. Internet-Nutzer auf dem europäischen Festland dagegen zahlen in ihren jeweiligen Online-Stores nur 99 Cent pro Musikstück und in den USA werden sogar nur 0,74 Euro fällig. Doch den britischen Musikfreunden ist es wie allen anderen Europäern verwehrt, ihre Musik zum günstigeren Preis jenseits der Online-Landesgrenzen zu erwerben.
Das mag im Fall des US-Handels gerade noch nachvollziehbar sein. Nicht aber im Fall Europas, wo es seit Jahren einen gemeinsamen Markt gibt und wo es den Verbrauchern im Rahmen der Freizügigkeit auch gewährt sein muss, in jedem beliebigen anderen Land Europas einzukaufen. Apple gibt zu den Vorwürfen an, man habe ursprünglich auch einen solchen pan-europäischen Store geplant.
Doch die Musikindustrie in Gestalt der Universal Music Group (Vivendi), Sony BMG (Bertelsmann), EMI und der Warner Music Group habe das mit Verweis auf "bestimmte Rechte" untersagt, die man Apple in einigen Ländern nicht gewähren könne.
Der gestern von EMI und Apple bekannt gegebene Verkauf von Musikstücken ohne Kopierschutz hat mit dem aktuellen Verfahren nichts zu tun. Wenngleich die britische Beschwerde auch hier ihre Berechtigung zu haben scheint.
Denn während die Festland-Europäer 1,29 Euro pro nicht geschütztem Musikstück zahlen müssen, sollen die Briten 99 Pence und damit fast 1,47 Euro auf den Online-Tisch legen. Kein Wunder also, dass im Vereinigten Königreich wieder einmal das beliebte Klagelied vom "rip-off Britain", vom abgezockten Britannien angestimmt wird.
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