Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
24. April 2007
Die Vorstellung von einer Mensch-Maschine-Kombination der Zukunft, einem Cyborg ist schon alt. Doch wie das Magazin Ars technica meint, könnte noch in diesem Jahr ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung erfolgen. Denn für das Jahr 2007 wurde die Marktreife eines neuen Gerätes angekündigt, das in den Mund des Menschen eingepflanzt wird: IntelliDrug.
Bei diesem Gerät soll es sich um eine per Funk gesteuerte medizinische Anwendung handeln, die über ein Medikamentenreservoir, einen Mikroprozessor und ein von diesem gesteuertes Ventil verfügt. Die Steuerung des Gerätes soll über das GSM-Netzwerk erfolgen. Der aus der Ferne gegebene Auftrag, die Dosierung zu verändern, würde also beispielsweise über das Handy transportiert werden.
Zweck dieser Anwendung soll es sein, den Menschen dauerhaft und konstant mit einem benötigten Medikament zu versorgen. Die sonst üblichen Dosierungsspitzen nach der oralen Einnahme oder das Vergessen der Medikamentierung würden bei diesem Gerät vermieden. Die Prothetik in der Mundhöhle ist dabei derart weit entwickelt, dass eine Verankerung des Geräts im Kiefer schon fast als alltägliche Angelegenheit zu bezeichnen ist.
Allerdings hat das Verfahren auch beträchtliche Nachteile. Denn IntelliDrug ist zunächst einmal nur für Medikamente geeignet, die sich in einem so Maße konzentrieren lassen, dass die Geräte über Wochen ohne Befüllung arbeiten können.
Wobei das "Nachtanken" offenbar ebenfalls nicht unproblematisch oder zumindest mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Denn das bisherige Modell sieht vor, dass dazu ein Besuch beim Zahnarzt notwendig wird - was sicher für viele Patienten eine beträchtliche Hürde darstellt.
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