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Die in dieser Woche zu beobachtenden Ereignisse im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des AACS "Universalschlüssels" waren bemerkenswert. Dies beispielsweise, weil der News-Aggregator Digg.com von seinen Benutzern derart unter Druck gesetzt wurde, dass Digg-Gründer Kevin Rose schließlich sogar die anwaltlichen Forderungen der Rechteindustrie bewusst ignorierte und selbst den "verbotenen" Code veröffentlichte.

Es ließen sich sicher ähnliche Beispiele für diese von den Usern ausgehenden und teilweise überraschend machtvoll beziehungsweise bestimmt erfolgenden Reaktionen finden. Alleine schon die Behandlung des Themas in der Blogosphere zeigt deutlich, wie stark diese Reaktionen waren.

Technorati-Suche: AACS
(Graphik: Technorati, Häufigkeit des Begriffs AACS)

Doch ging es dabei wirklich nur um den fraglichen AACS-Code, dessen Veröffentlichung die Lizenzierungs-Organisation AACS LA durch Aufbietung rechtlicher Drohungen verbieten wollte? Oder war dieser Schlüssel, mit dem selbst technisch versierte Anwender kaum jemals selbst eine geschützte HD-DVD kopieren werden, nur ein Symbol für etwas ganz anderes?

Ein Symbol vielleicht für den Widerstand gegen die Behandlung des Verbrauchers durch die Unterhaltungsindustrie, die in ihren Kunden keinen König, sondern vielmehr unbotmäßige Untertanen sieht?

Falls diese Einschätzung der Situation auch nur halbwegs der Wahrheit entspricht, dann sollten die Vertreter namentlich der Film- und Musikindustrie dieser Entwicklung schleunigst entgegenwirken. Denn die Wahrnehmung der Industrie als Feind wird dazu führen, dass "Piraterie" in der Öffentlichkeit nicht mehr als eher verpönte Randerscheinung angesehen wird, sondern als gerechte Antwort auf eine als ungerecht wahrgenommene Situation.

Wobei den Rechteinhabern inzwischen auch klar sein muss, dass es keinen wirklich zuverlässigen technischen Schutz vor dem Problem der Piraterie gibt. Vielmehr ist die bisher noch bestehende Zurückhaltung der Verbraucher und der Verzicht aus moralischen Gründen der beste Schutz vor zu großen Einbußen durch illegales Kopieren sowie den Kauf illegaler Kopien.

Doch dieser Schutz bröckelt merklich, wenn man betrachtet, wie viele Menschen sich in dieser Woche genötigt sahen, eine für sie im Grunde bedeutungslose Zahlenreihe aus purer Reaktanz zu veröffentlichen.

Es mag dabei aus Sicht der Rechteinhaber wohl sinnvoll erscheinen, dass sie auf dem Weg von der Industrie- in die Informationsgesellschaft ihre Rechte als eine Art Rohstoff betrachten, den es zu schützen gilt.

Doch vielleicht wäre es sinnvoll, den Wert dieses Rohstoffs nicht überzubewerten. Denn man mag beispielsweise Öl und Gas für die Gewinnung von Energie und zur Erzeugung von Produkten benötigen. Aber auf massenhaft produzierte Musik und Filme könnte die Menschheit vermutlich komplett verzichten, ohne darunter zu leiden.



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