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Die von der New Yorker Pensionsverwaltung formulierte Forderung nach einer Selbstverpflichtung Googles, Zensur in Ländern wie China nicht mehr aktiv zu unterstützen, wurde auf dem heutigen Shareholder-Treffen von den anwesenden Investoren abgelehnt.

Zuvor hatte David Drummond, der "Senior Vice President for Corporate Development" der Suchmaschine, unverblümt erklärt, dass diese Forderung den Betrieb von Google China unmöglich machen würde. Und sich aus dem chinesischen Markt zurückzuziehen, wäre nach Ansicht Googles jetzt einfach nicht das Richtige.

Womit er wahrscheinlich die geschäftliche Seite der Entscheidung meint, denn in China versuchen derzeit auch andere US-Unternehmen Fuß zu fassen. Das aber geht nur mit Unterstützung der Machthaber und deren Forderung besteht nun einmal darin, Informationskontrolle auszuüben, um "das Geistesleben in politischer, sittlicher oder religiöser Hinsicht zu kontrollieren". Nur wer mit den Machthabern kooperiert, darf in China operieren.

Allerdings war der Vorschlag aus New York so formuliert, dass auch andere Suchmaschinen beziehungsweise Informationsanbieter sich davon angesprochen fühlen könnten. Und auch die US-Politik hat in den letzten Monaten immer häufiger gefordert, dass US-Unternehmen sich demokratischen Zielen verpflichtet fühlen sollten und autoritäre Systeme nicht passiv unterstützen dürfen.

Google hätte also eine positive Vorreiterrolle einnehmen können.

Doch bei einer Aktionärsversammlung geht es um Geschäfte und nicht um hehre aber unprofitable Ziele. Von daher ist die Entscheidung sowohl der Suchmaschine als auch der Anteilseigner nachvollziehbar. Nur scheint es dann gegenüber Investoren und Benutzern fair, sich allmählich von hohlen Phrasen zu verabschieden. Wer "nichts Böses" tut, unterstützt auch nicht die Verletzung von Menschenrechten.



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