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14. Mai 2007
Die Operation Ore galt in den letzten Jahren als einer der erfolgreichsten polizeilichen Aktionen bei der Bekämpfung der Kinderpornographie im Internet. Immerhin wurden damals in den USA über 35.000 Tatverdächtige aufgrund ihrer Kreditkartenangaben als Käufer solcher Materialien identifiziert und im Vereinigten Königreich immerhin noch 7.250.
Inzwischen stellt sich aber laut mehreren Berichten der Eindruck ein, dass es sich möglicherweise um den größten Polizeiskandal der britischen Geschichte handelt.
Denn obwohl einige Verantwortliche bis heute das Gegenteil behaupten, wurde bei den britischen Ermittlungen oft nicht überprüft, ob den Tatverdächtigen auch wirklich der Download nachgewiesen werden kann. Auf die Unschuldsvermutung wurde häufig einfach verzichtet und der Tatzusammenhang lediglich aufgrund der in den USA gefundenen Kreditkartenidentifikation konstruiert.
Das aber war möglicherweise in vielen hundert Fällen ein Fehler. Denn die ermittelnden Beamten hatten offenbar nicht berücksichtigt, dass Kreditkarteninformationen von Hackern häufig in großem Umfang illegal gehandelt werden. Es scheint aus heutiger Sicht daher nicht unwahrscheinlich, dass in vielen Fällen die Kreditkarten ohne Wissen ihrer Inhaber genutzt wurden.
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