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12. Juni 2007
Posted in Internet News
Apple-Chef Steve Jobs überraschte gestern anlässlich einer Entwickler-Konferenz in San Francisco mit der Mitteilung, dass der Apple-Browser Safari nun auch in einer Windows-Version (Beta) zur Verfügung steht. Oder, um es mit Apples eigenen Werbeworten zu sagen: Der weltweit beste und schnellste Browser, bis zu zweimal schneller als der Internet Explorer von Microsoft, soll jetzt die Windows-Welt erobern.
Ob er das tut, bleibt natürlich abzuwarten. Doch die Entscheidung des Unternehmens bringt neuen Schwung in den Browser-Markt, der sich aus Apple-Sicht in 78% MSIE-Nutzer, 15% Firefox und 5% Safari (unter Mac OS) unterteilen lässt.
Zu der Entscheidung für eine Windows-Version hat allerdings auch sicher beigetragen, dass auch das in knapp 3 Wochen erscheinende iPhone über eine Voll-Version des Browsers verfügen soll. Und Apple lädt schon jetzt die Entwickler dazu ein, eigene Anwendungen zu schreiben, die auf dem iPhone genutzt werden können. Die Öffnung des Safari-Browsers für die Nutzung unter Windows könnte zur Überzeugung der Entwickler beitragen.
Ein ganz profaner Grund für die Entscheidung besteht aber auch sicher in der zusätzlichen Einnahmequelle, meint die Zeitschrift MacWorld . Denn gerade erst hat die New York Times vorgerechnet, dass die Mozilla-Stiftung mit Firefox bereits über 100 Millionen Dollar erwirtschaftet hat, was überwiegend auf Zahlungen von Google zurückzuführen ist. Gegen solche Zahlungen hat sicher auch Apple nichts einzuwenden.
Eher langfristig könnten die Auswirkungen aber noch weit wichtiger sein, denn seit der erfolgreichen Ausweitung der Produktpalette Apples durch den iPod ist auch der Anteil des Unternehmens auf dem Markt für Rechner und Betriebssysteme von 3% auf heute 4,9% gestiegen. Etwa jeder zweite Rechner, der heute in einem Apple Store verkauft wird, geht angeblich an einen Neuling im Apple-Land. Und damit vermutlich auch an einen früheren Windows-Nutzer.
Diese Migration wird durch die Bereitstellung des Apple Browsers für Windows-Rechner möglicherweise sogar noch gefördert.
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