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Laut einem Posting im VOIPWiki Blog ist einem chinesischen Unternehmen ein Reverse Engineering des Skype Protokolls gelungen. Das Unternehmen wird nicht namentlich genannt und es liegt auch sonst keine offizielle Bestätigung vor.

Doch Phil Wolff vom Skype Journal will ebenfalls Kontakt zu dem Unternehmen haben und hält die Aussage des VOIPWiki Blogs für glaubwürdig.

Sollte sich das bewahrheiten, dürften im Hauptquartier des Skype-Mutterunternehmens eBay die Alarmglocken schrillen, denn dann muss damit gerechnet werden, dass bald Client-Produkte auf den Markt kommen werden, die eine Kontaktaufnahme mit Skype-Nutzern ermöglichen. Laut VOIPWiki gibt es bereits einen solchen Client, was mit einem Screenshot untermauert wird.

Und, noch viel wichtiger: Dieser Client unterstützt nicht die Super Node Architektur von Skype. Diese Super Nodes, die auch schon beim Skype-Entwickler Kazaa zum Einsatz kommen, dienen als Übergangs-Indexserver für "normale" Clients des Skype-Netzwerks (vgl. P2P-Architekturen, PDF-Dokument).

Damit stabilisieren die Super Nodes das gesamte Netz und bilden gleichzeitig ein kritisches Element. Denn sollte der Anteil der Nicht-Skype Clients sehr stark ansteigen, wird die Stabilität des gesamten Systems gefährdet.

Zusätzlich weist Autor Wolff darauf hin, dass auch der Skype-Adressbestand kein Buch mit sieben Siegel ist. Er nennt beispielhaft die Software Skypodon, einen funktionstüchtigen Crawler für die Skype Cloud, also die Masse der Skype-Nutzer.

Für den Hersteller eines Clients wäre also auch die Kontaktaufnahme mit "echten" Skype-Nutzern kein Problem mehr. Bliebe nur noch die Frage, wie die Kontaktdaten der Nicht-Skype-Nutzer in das Skype-System gebracht werden. Doch das klingt nach einer Aufgabe, die zu bewältigen ist.

Doch wie würde sich diese Entwicklung auf das ohnehin noch nicht allzu klare Geschäftsmodell Skypes auswirken? Nach der bisherigen Darstellung könnte Skype einerseits technisch gefährdet sein. Andererseits wäre es denkbar, dass andere Unternehmen Produkte herstellen, um eigene Geschäftsmodelle zu verwirklichen.

Skype hätte dann den Grundstock für diese Aktivitäten gelegt, wäre aber selbst nur noch teilweise am Gewinn beteiligt. Was dazu wohl die eBay-Verantwortlichen sagen werden, die im vergangenen Jahr bereit waren, bis zu 3,3 Milliarden Dollar für diesen Grundstock zu zahlen?




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