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20. Juni 2007
Posted in Internet News
Laut einem aktuellen Heise-Beitrag setzt die britische Anti-Spam-Organisation Spamhaus.org die österreichische Domain-Verwaltung Nic.at unter Druck. Die IPs des NIC werden von Spamhaus.org auf der häufig genutzten Spam-Blockliste SBL von Spamhaus.org gesperrt. Mit dem Ergebnis, dass Mails des NIC von den Spam-Filtern gelöscht werden (das ist nicht richtig, siehe 2. Nachtrag)
Spamhaus bestätigt diese Sperre und begründet sie damit, dass die Österreicher nicht willens sind, Domain-Einträge zu löschen, die bekanntermaßen von Phishern zu kriminellen Zwecken verwendet werden. Das NIC unterstütze damit bewusst die Machenschaften der kriminellen Spammer.
Das NIC wiederum beharrt darauf, nur dann die Domains löschen zu können, wenn der Nachweis eines betrügerisch erfolgten Whois-Eintrags erfolgt ist. Der Forderung von Spamhaus.org, eine aktuelle Gefährdung der Anwender weltweit abzustellen, wird also mit einem formaljuristischen Argument auf Basis des eigenen Regelwerks begegnet.
Dabei sollte auch dem NIC bekannt sein, dass diese Domains genutzt werden (z.B. myjs.at), um in Spam-Mails Login-Links für Online-Banken vorzutäuschen. Laut Heise will das NIC nun in Großbritannien anwaltliche Hilfe suchen.
Was wiederum eine interessante Reaktion ist, denn NIC AT sollte eigentlich auch im eigenen Land über geeignete rechtliche Mittel verfügen, um "den eigenen Stall sauber zu halten".
Schließlich besteht laut AGB die Möglichkeit, eine Domain im Fall von Rechtsstreitigkeiten in den "Wartestatus" zu versetzen. Im Zweifelsfall würde eine - auch in Österreich kostenlose - Strafanzeige gegen den Domain-Inhaber und seine Machenschaften genügen, um einen Rechtsstreit zu begründen. Und auf Grundlage einer solchen Anzeige wäre es auch möglich, eine Verfügung zu erwirken, die die weitere Nutzung der Domain unterbindet.
Doch eine rechtliches Vorgehen in Großbritannien scheint der Verwaltungsstelle wohl eher zu liegen.
Nachtrag: Das Sich-Verschanzen hinter AGBs und Vergaberichtlinien war auch hierzulande schon Thema. Wie bereits vor einiger Zeit ausführlich beschrieben, sind auch der deutschen Vergabestelle manchmal die Hände durch die eigenen Regelwerke gebunden.
2. Nachtrag: Die Spamhaus-Sperre ist eher symbolischer Natur, wie ein Nachsatz der Spam-Gegner zeigt: "This listing however does not block any email as it is for the IP address "0/32" (which of course does not exist on any Nic.at server)".
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