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Mit "Gefälschte Klicks auf Werbeanzeigen nehmen weiter zu", betitelt Associated eine aktuelle Meldung und bestätigt damit erneut, dass der "Immermehrismus" gerade in den Sommermonaten eine bedeutende Rolle spielt.

Die Aussage der Meldung, dass Klickbetrug immer weiter wächst, wird durch eine Zahlenangabe von "Click Forensics" gestützt. Dieses Unternehmen hilft seinen Kunden dabei, Klickbetrug bei Google, Yahoo und Co. aufzuspüren. Und laut den dabei erstellten Statistiken ist die Rate des Klickbetrugs innerhalb der letzten 3 Monate von 13,7% auf 14,1% gestiegen.

Doch was heißt das unterm Strich? Vermutlich nicht viel, denn als Besorgnis erregend kann man dieses Wachstum nur bedingt bezeichnen. Vor allem dann nicht, wenn weitere Vergleichszahlen fehlen. Insgesamt bestätigt Click Forensics allenfalls, dass das Phänomen in den letzten Monaten oftmals übertrieben dargestellt wurde. Etwa dann, wenn Kritiker von bis zu 40% unechten Klicks sprachen.

Dabei sollte man aber auch nicht vergessen, dass nur bei der Online-Werbung ein derartiges Controlling überhaupt möglich ist. Bei allen anderen Werbeformen ist es so gut wie ausgeschlossen, das Ausmaß der ineffektiven Werbe-Investitionen auch nur annähernd zu bestimmen. Schließlich wird schon dem Erfinder des Warenhauses und des Preisschilds, dem Händler John Wanamaker, die bekannte Aussage zugeschrieben "Die Hälfte meiner Werbeausgaben ist verschwendet, ich weiß nur nicht welche" (etwa im Economist - Internet Advertising).

Vielleicht sollte man sich das häufiger vor Augen halten, wenn man die Gefahren des Klickbetrugs beschreibt. Und man sollte auch bedenken, dass andere Formen der Wirkungsbeeinträchtigung zumindest bei Werbeformen wie Adsense für den Werbetreibenden ohne finanzielle Benachteiligung einhergehen.

Denn, was viele noch nicht erkannt haben: Die immer höheren Marktanteile von alternativen Browsern wie Firefox sorgen auch für immer besseren Schutz vor Werbung. Wer beispielsweise Firefox in Verbindung mit der Erweiterung Adblock Plus benutzt, wird kaum noch Adsense-Werbung zu Gesicht bekommen. Da es in diesem Fall aber nicht zu Klicks kommt, entsteht für den Werbetreibenden hier kein finanzieller Nachteil.

Anders verhält es sich, wenn Banner-Werbung zu Tausenderkontaktpreisen gebucht und von Block-Software gesperrt wird. In solchen Fällen zahlt der Werbekunde häufig dennoch die Zeche für die nie ausgelieferte Werbung. Doch das war den Agenturen und Medien bisher nur selten eine Meldung wert.



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