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16. Juli 2007
Posted in Internet News
Der BBC Trust nimmt sich (scheinbar?) die Bedenken der Open Source Community zu Herzen und hat eingewilligt, sich mit Vertretern des Open Source Consortium (OSC) zu treffen. Dort wird das Angebot dankend angenommen und man zeigt sich zuversichtlich, dass es zu einer gemeinschaftlich erarbeiteten Lösung der Probleme kommt.
Doch Zweifel daran scheinen angebracht. Schon alleine deshalb, weil die BBC für das Hauptproblem bereits kräftig die Werbetrommel rührt: den iPlayer für das on-demand Fernsehprogramm der BBC im Internet.
Dieser nur auf Microsoft Windows (ab XP) nutzbare Abspieler basiert auf dem Microsoft Media Player und setzt auch auf das Digital Rights Management (DRM) dieser Software. Mit der Entscheidung für dieses DRM konnte sichergestellt werden, dass nur temporäre (max. 30 Tage) Kopien der BBC-Sendungen erstellt werden können. Kopien auf andere Datenträger sind gar nicht möglich.
Ein Zugeständnis, das wohl auch von vielen Rechteinhabern verlangt wurde, die Fernsehinhalte zum BBC-Programm beisteuern. Es steht außer Zweifel, dass die Interessen dieser Rechteinhaber bei der Entscheidung für den iPlayer im Vordergrund standen. Die Ergebnisse einer öffentlichen Anhörung, bei der sich die überwiegende Mehrheit gegen DRM-geschützte Download-Angebote aussprach, wurden ignoriert.
Auch die Kritik des OSC wurde ignoriert, weil zum Zeitpunkt der öffentlichen Anhörung keine formale Beschwerde eingereicht worden war. Allerdings hatte das OSC im Januar - noch vor der Anhörung - zum wiederholten Male Kritik am iPlayer geäußert. Und die Aufsichtsbehörde Ofcom reagierte auch auf diese Kritik, nicht aber die BBC.
Nun aber will man sich mit den Kritikern wieder an einen Tisch setzen, um eine Lösung des Problems zu erarbeiten. Und das besteht aus Sicht des OSC erst einmal darin, dass sich die Nutzung des durch Steuern finanzierten Download-Angebots auf den iPlayer auf Windows-Basis beschränkt.
Als Ziel wird es nun definiert, einen Abspieler zu entwickeln, der auch auf Linux-Geräten eingesetzt werden kann. Und möglicherweise soll dieser Player auch den Vorgaben der Rechteinhaber entsprechen und über ein DRM im Stile des Media Players verfügen. Doch dieses Ziel eines DRM-geschützten Players für ein ansonsten proprietäres Content-Angebot wäre ein absolutes Novum. Ob es also in diesem Fall ein erreichbares Ziel ist?
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