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Facebook gilt in den USA neben MySpace als eines der wichtigsten sozialen Netzwerke. Weniger oft erfährt man allerdings, wie wenig sozial das Verhältnis zwischen dem - nach eigenen Angaben - Gründer des Netzwerks, Mark Zuckerberg und seinen ehemaligen Kommilitonen gestaltet.

Denn drei frühere Harvard-Studenten klagen bereits gegen Zuckerberg, weil er sich ihre Ideen und Geschäftsmodelle angeeignet haben soll. Beweisen konnten sie das bisher vor Gericht allerdings nicht. Doch jetzt ist sogar ein vierter ehemaliger Mitstudent an die Öffentlichkeit getreten, der ähnliche Vorwürfe erhebt. Er will zwar nicht gegen Zuckerberg klagen, sondern sich in einem nicht für die Veröffentlichung gedachten Buch "etwas von der Seele schreiben".

Doch immerhin kann er belegen, dass er sechs Monate bevor Zuckerberg "sein" Facebook startete, den Namen Facebook bereits öffentlich verwandte. Er erwähnte dieses eigene universitäre Projekt als neues Feature eines bereits bestehenden Dienstes auf dem Campus in einem Rundschreiben. Dieses Schreiben war damals an tausende von Studenten in Harvard gerichtet.

Der Student, Aaron Greenspan, will mit seinem Mail-Archiv sogar belegen können, dass er Zuckerberg in der Folgezeit damals eine Zusammenarbeit angeboten hat, da beider Projekte integrierbar waren. Doch Zuckerberg habe das Angebot zurückgewiesen und behauptet, schon früher die Idee zu dem erwähnten Feature gehabt zu haben.

Einen Monat später startete Zuckerberg dann unter thefacebook.com den ersten Vorläufer des populären Dienstes. Weniger Monate später folgte dann das eigentliche Projekt, dessen Wert Zuckerberg heute mit "mindestens 10 Milliarden Dollar" beziffert.

Dabei sollte er mit solchen Äußerungen vielleicht etwas vorsichtiger sein. Vielleicht gelingt es den drei Klagewilligen Gründern des konkurrierenden Dienstes ConnectU ja doch noch, ihre Behauptungen mit Beweisen zu untermauern. Das nicht veröffentlichte Buch Greenspans könnte dabei eine gewisse Rolle spielen.



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