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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Ein für das US-Heimatschutzministerium zuständiger  Kontrollausschuss im US-Repräsentantenhaus hat das FBI mit der Überprüfung des Vertragsnehmers Unisys beauftragt und zugleich eine interne Untersuchung durch das Ministerium angeregt.

Unisys hat Aufträge des "Department of Homeland Security" in Höhe von insgesamt 1,7 Milliarden Dollar angenommen. Gegenstand des Auftrags war es, ein Informationsnetzwerk für das Ministerium aufzubauen, für die Sicherheit des Systems zu sorgen und es zu verwalten. Doch der Ausschuss scheint der Auffassung, dass dieser Auftrag nur teilweise erfüllt wurde.

Schon im Juni vergangenen Jahres sollen demnach Sicherheitsverletzungen stattgefunden haben, von denen bis zum Oktober 2006 etwa 150 Rechner betroffen waren. Angreifer, vermutlich aus China, sollen in die Rechner eingedrungen sein und massenhaft Daten abgerufen haben. Unisys habe von diesen Angriffen Kenntnis erhalten, aber nicht angemessen reagiert.

So habe ein Mitarbeiter des Unternehmens im Juli 2006 einen potentiellen Übergriff festgestellt, diese Tatsache dann aber herunter gespielt. Mitarbeiter des Ministeriums hätten diese Hinweise daraufhin ignoriert.

Der falsche Umgang mit solchen Angriffen ist aber nur ein Vorwurf, der Unisys gemacht wird. Wie  der Ausschuss weiter festgestellt haben will, waren die von Unisys versprochenen Systeme zur Erkennung von Eindringlingen ("Intrusion-Detection Systems") nicht vollständig geliefert worden. Man habe die Systeme im Jahr 2004 bestellt, aber bis Juni 2006 sollen erst drei installiert gewesen sein. Und das auch noch in einer Form, die keine Kontrolle in Echtzeit zulässt.

Nach Darstellung des Unternehmens trifft das allerdings nicht zu. Im September 2006 sei bereits das sechste System dieser Art installiert gewesen, doch dann habe das Ministerium signalisiert, dass es Budget-Probleme gebe. Dennoch habe Unisys die Überwachung des Netzwerks fortgesetzt. Gleichzeitig werden dem Ministerium Vorwürfe gemacht, die teilweise auch aus den Reihen des Ausschusses bestätigt werden.

So heißt es beispielsweise von einem Mitglied des Komitees, die leitenden Beamten seien hinsichtlich der Bedrohungssituation mehr am Abschluss ihres fiskalischen Geschäftsjahrs interessiert gewesen, als an der Ergreifung von Sofortmaßnahmen.

 

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