Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
17. Oktober 2007
Posted in Internet News
Der britische Wissenschaftler David Levy hat in der vergangenen Woche erfolgreich seine Doktorarbeit "Intimate relationships with Artificial Partners" an der Universität Maastricht verteidigt. Eine nähere Beschäftigung mit diesem Thema der intimen Beziehungen zwischen Mensch und Maschine scheint durchaus angebracht, wenn die Prognosen des Wissenschaftlers und einiger seiner Kollegen eintreten sollten.
Nach deren Einschätzung soll es schon in den kommenden fünf Jahren Sex zwischen Menschen und Robots geben. Wobei man sich angesichts der Ergebnisse mancher Google-Suchen (z.B. +Liebespuppen +realistisch) schon fragen muss, ob diese Prognose nicht schon von der Realität überholt wurde. Denn aufblasbare Gummipuppen sind bereits Geschichte. "Kabellose Vibratoren", "Dirty Talk" beim Eindringen in die diversen Silikonöffnungen und "Zungenrotationen" gehören dagegen bei vielen Herstellern schon heute zum Standardprogramm.
Da ist es wohl nur eine Definitionsfrage, ob man die Interaktion mit diesen Gebilden als Sex zwischen Robot und Mensch akzeptieren will. Doch das scheint auch den Wissenschaftlern bewusst, die ihre Voraussagen wohl eher im Sinne einer breiten Akzeptanz dieser Praktiken verstanden wissen wollen. Levy meint beispielsweise, dass Sex mit Robots heute noch überwiegend als "dämlich" bewertet wird.
"Aber wenn erst einmal in der Cosmopolitan ein Artikel 'Ich hatte Sex mit einem Robot und es war toll' erscheint, dann werden vermutlich viele Menschen auf diesen Zug aufspringen".
Das weit verbreitete Auftreten solcher Phänomene hält Levy also für sehr wahrscheinlich und er will sich in seinen künftigen Arbeiten mit den Konsequenzen dieser Entwicklung beschäftigen. Etwa mit den ethischen Fragen einer Entwicklung, die beispielsweise das Ende der Prostitution und ihrer Folgeerscheinungen mit sich bringen könnte. Interessant werden sicher auch die Diskussionen in den verschiedenen Weltregionen über die dort jeweils als "abartig" eingestuften Sexualpraktiken, wenn diese plötzlich mit nicht-humanen oder nicht-animalischen "Opfern" ausgelebt werden können.
Von Interesse ist für Levy aber auch, wie sich die "Partnerschaft" mit einem Robot auf Ehen oder andere Lebensgemeinschaften auswirken kann. Was übrigens die Lebensgemeinschaft mit einem Robot angeht, so hat der Wissenschaftler eine sehr genaue Vorstellung von der Zukunft.
Levy prognostiziert - vermutlich scherzhaft -, dass vermutlich der US-Bundesstaat "um das Jahr 2050 herum" als erste Jurisdiktion die Ehe mit Robots legalisieren wird. Massachusetts ist bis heute auch der einzige Bundesstaat der USA, der Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern anerkannt hat.
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