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Mehrere große Forschungsbibliotheken der USA haben die Zusammenarbeit mit Google und Microsoft im Zusammenhang mit der Digitalisierung ihrer Büchersammlungen abgelehnt. Insbesondere für Google und die inzwischen schon weit gediehene Suchmaschine "Google Books" ein harter Schlag. Ist doch die Ablehnung durch die Bibliotheken eine Folge der genaueren Prüfung der Bedingungen, die von der Suchmaschine an die Projektpartner gestellt werden.

So beinhaltet das den Bibliotheken angebotene Vertragswerk eine Klausel, die eine Weitergabe der eingescannten Inhalte an andere Unternehmen sowie an andere Bibliotheken verbietet. Bibliotheken, die ihre Werke von Google einscannen lassen, können Microsoft also beispielsweise keinen Zugang zu diesem Material gewähren - und umgekehrt.

Was für die Bibliothekare letztlich bedeutet, dass ihre Bücher nicht nur der Wissenschaft, sondern auch den kommerziellen Interessen von Google und Co. dienen. Im Fall von Google werden zwar beispielsweise keine Werbeanzeigen bei der Büchersuche eingeblendet. Doch alleine schon der große Bestand an Buchinformationen wird als Wettbewerbsvorteil gesehen.

Aufgrund dieser Bedenken wollen einige Bibliotheken - darunter auch beispielsweise die des Smithsonian Instituts - ihre Bücher lieber von der "Open Content Alliance" einscannen und digitalisieren lassen. Dieses vom Gründer des Internet Archivs (Archive.org) gestartete Vorhaben stellt keine Bedingungen an die teilnehmenden Bibliotheken.

Allerdings müssen Spender gefunden werden, um die etwa 30 Dollar Kosten pro erfasstem Buch zu übernehmen. Das Angebot Googles, die Bücher kostenlos einzuscannen, ist also für die Bibliotheken mit einem gewissen Vorteil verbunden, da sie damit die eigenen Kosten für die Digitalisierung ersparen.

Doch bisher scheint es der Open Content Alliance ebenfalls gelungen zu sein, genügend Spender für das Scannen zu finden. Kein Wunder, gehören doch große Unternehmen wie die Google-Konkurrenten Microsoft und Yahoo ebenfalls zu den Mitgliedern der Allianz.

 

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