Räucherstäbchen bei indilaya.de
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01. August 2006
Posted in Internet News
Der Nachrichtenkanal CNN, der bisher nur gelegentlich seine Zuschauer aufgefordert hatte, eigenes Bildmaterial zu aktuellen Ereignissen beizusteuern, richtet nun eine dauerhafte Börse für solche Materialien ein: CNN Exchange . Die dort eingereichten Fotos, Filme, oder Tonaufzeichnungen können von CNN im redaktionellen Bereich übernommen werden. Aber auch wenn das nicht geschieht, werden die Inhalte von CNN im Web veröffentlicht. Der Nachrichtenkanal ist damit nur das jüngste Beispiel eines klassischen Medienunternehmens, das dem Trend zur Vereinnahmung von "User Generated Content " folgt, beziehungsweise auf die Zuarbeit von Bürgerreportern "Citizen Reporter" setzt. Ähnliche Entwicklungen sind in vielen Variationen erkennbar, denn das koreanische Gemeinschafts-Medium OhMyNews , Wikipedia , oder auch YouTube sind letzlich nur das Ergebnis einer gemeinschaftlichen Leistung und - in stark unterschiedlichem Maße - einer gemeinschaftlichen Kontrolle. Dabei ist es schon ein Unterschied, ob ein renommiertes Medium sich nun auch für diesen Weg entscheidet, oder ob eine redaktionell ungeprüfte Sammelstation wie YouTube sich zur Anlaufstelle für "ungefilterte" AV-Nachrichten entwickelt. Doch auch im Informationsangebot von YouTube kann man eine journalistische Funktion erkennen, wie die Washington Post in Bezug auf den israelischen Angriff im Libanon meint. Die dort veröffentlichten Videos weiten den Blick auf den Konflikt, lautet der Tenor des Beitrags. Wobei der bei den Medien erkennbare Trend zur Einschaltung des Citizen Reporter auch den wirtschaftlich interessanten Nebeneffekt hat, dass diese Bürgerreporter keine Kosten verursachen.
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