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Eine Gruppe aus Nachrichtenagenturen und Medienunternehmen, der unter anderem Agence France Presse, Reed Elsevier und Holtzbrinck angehören, will einen ähnlichen Standard wie den des Robots.txt etablieren. Das von den Medienorganisationen beschlossene Automated Content Access Protocol (ACAP) soll das Verhältnis zwischen Online-Publizisten klären und Suchmaschinen klären.

Dadurch sollen rechtliche Probleme verhindert werden, wie sie sich in den vergangenen Jahren vor allem mit Google beziehungsweise den Google News ergeben haben. In den ACAP-Regeln soll genauer geklärt werden, welche Maßnahmen den Suchmaschinen gestattet sind. Die Suchmaschinen sollen diesem Standard aber nicht verpflichtet sein.

Ebenso wie beim Robots-txt setzt man auch bei ACAP auf die freiwillige Beachtung der Regeln durch die Suchhilfen. Allerdings vergisst man nicht zu erwähnen, dass eine Nichtbefolgung der ACAP-Regeln zu einer gerichtlichen Klärung führen kann.

Wobei insgesamt gesehen nicht ganz klar wird, wozu eine ACAP-Regelung benötigt wird. Beziehungsweise, welche Vorteile ein ACA-Protokoll gegenüber dem Robots.txt haben soll. Vorteil scheint das ACAP tatsächlich nur aus Sicht der Publizisten zu haben, die dadurch mehr Kontrolle über die Bearbeitung der gespiderten Inhalte durch die Suchmaschinen ausüben kann.

Die Suchmaschinen müssen darin zunächst einen Nachteil erkennen. So erklärt es sich vielleicht auch, wieso die ACAP-Verantwortlichen zwar behaupten, das Protokoll sei in Zusammenarbeit mit den Suchmaschinen entstanden. Doch namentlich genannt wird keine der großen Suchmaschinen - schon gar nicht die bedeutendste unter ihnen, Google.

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