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21. Februar 2008
Posted in Internet News
Gegen den US-Provider Comcast wurde eine weitere (Sammel-).Klage beantragt. Auch in diesem Fall geht es um die Behinderung des P2P-Datenverkehrs und insbesondere des Datenaustauschs via Bit Torrent. Der Kläger, ein Kunde des Dienstes, moniert die irreführenden Angaben der Comcast-Werbung, denn dort heißt es, dass der Provider "unbehinderten Zugang zu allen Inhalten, Diensten und Anwendungen gibt, die das Internet bietet".
Seitdem die Nachrichtenagentur AP im vergangenen Oktober in eigenen Tests festgestellt hat, dass Comcast den BT-Datenaustausch behindert, hat das Unternehmen seine "Terms of Service" überarbeitet. Nun heißt es dort im Unterschied zu früher, dass "Praktiken des Network Managament im vernünftigen Rahmen" angewandt werden.
Doch gleichzeitig bestreitet Comcast, dass es überhaupt eine Behinderung gibt. Wörtlich meint ein Sprecher "Comcast hat weder heute noch in der Vergangenheit eine Web Site oder eine Online-Anwendung blockiert und wird es auch in Zukunft nicht tun. Das gilt auch für alle Peer-to-Peer Dienste und bis jetzt hat niemand etwas anderes bewiesen".
Doch dieses PR-Gedröhne kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Praktiken Comcasts Gegenstand einer Untersuchung der Aufsichtsbehörde FCC sind. In einer Stellungnahme hat das Unternehmen die getroffenen Maßnahmen auch weitgehend beschrieben. Wie es in dieser Darstellung heißt, muss ein Network Management nicht zuletzt deshalb stattfinden, weil Comcasts Internet-Zugang über das Kabelnetz erfolgt.
Bei diesen Zugängen ist die Upload-Kapazität aber noch begrenzter als bei sonstigen (asynchronen) Breitband-Zugängen. Üblicherweise werden 450 Haushalte über einen Knotenpunkt versorgt. Doch schon 15 BT-Sessions können genügen, um das Datenvolumen aller angeschlossenen Haushalte zu verbrauchen. Bei diesen Anschlüssen kann es also beispielsweise bei der VoIP-Telefonie zu Problemen kommen.
Das gilt insbesondere dann, wenn Benutzer ihre Rechner verlassen, die für sie abgeschlossenen BT-Sitzungen aber aktiviert lassen, um als "Seeder" zu dienen. Um den Internet-Zugang der anderen Kunden in solchen Situationen zu gewährleisten, hält Comcast die getroffenen Maßnahmen für sinnvoll und angebracht.
Andere Provider und Telekom-Unternehmen wie AT&T, Verizon und Qwest unterstützen Comcast in dieser Position und haben der FCC entsprechende Stellungnahmen zukommen lassen. Sie sind der Meinung, dass die geforderte Aufgabe solcher Kontrollen das Internet als Ganzes behindern könnten.
Wobei diese nachvollziehbar vorgetragene Befürwortung der BT-Blockaden verschweigt, dass die Provider bei ihren Werbeankündigungen die bestehenden Flaschenhälse unterschlagen. Engpässe im Upload und entsprechende Behinderungen bei Anwendungen, die nicht nur auf den Download abzielen, sind kein Thema für die Werbeversprechungen etwa von "superschnellen Zugängen". Ein Punkt, der in der aktuellen Klage hoffentlich angesprochen wird.
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