Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
29. Februar 2008
Posted in Internet News
Laut einem Bericht der New York Post macht sich unter Musikern und ihren Agenten zunehmend Ungeduld breit. Sie wollen endlich auch etwas von dem Geld sehen, das die großen Musikverlage oft gemeinsam mit den Musikverbänden (USA: RIAA) von kleinen und großen Urheberrechtsverletzern eingefordert haben. Denn diese Rechtsverletzungen wurden ja angeblich verfolgt, um die Rechte der Künstler wahrzunehmen.
Diese Künstler haben in den letzten Jahren beobachtet, wie die großen Labels nicht nur viele tausend kleine Piraten zu Schlichtungszahlungen zur Vermeidung teurer Schadensersatzzahlungen gezwungen haben. Auch mehrere große Web Sites wie Napster oder auch Kazaa mussten viele Millionen Dollar zahlen. Teils, weil sie verurteilt worden waren, teils, weil sie so die Verfahren abwiegeln konnten.
In der Summe wird geschätzt, dass als Folge dieser Rechtsstreitigkeiten mindestens 400 Millionen Dollar in den Kassen der Labels gelandet sind. Unklar ist zusätzlich, welche Summen beispielsweise mit YouTube vereinbart wurden, um Klagen wegen Urheberrechtsverstößen zu verhindern.
Doch diese Gelder, die ohne die Anstrengungen der Künstler gar nicht hätte erstritten werden können, scheinen bei den Labels hängen geblieben zu sein. Wie es von Seiten der Verlage dazu heißt, soll das Geld schon mit den Künstlern geteilt werden. Aber nur, wenn ihr Vertrag das vorsieht. Oder, wenn interne Berechnungen der Verlage ergeben, dass diese Künstler und ihre Werke besonders häufig kopiert wurden. Oder, wenn die Anwalts- und Gerichtskosten etwas zu teilen übrig ließen.
Kurz: Die Künstler fürchten nicht ganz
ohne Grund, dass sie hingehalten werden, dass man ein Versteckspiel mit
ihnen treibt. Wie lange es da wohl noch dauert, bis die ersten Musiker
auch ihre Anwälte um Unterstützung bitten?
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