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Amerikanische Kriminologen halten es für denkbar, dass ein gemessener Anstieg der Raubdelikte in der FBI-Kriminalstatistik sich durch die zunehmende Verbreitung von iPods erklären lässt.

Um es vorab zu sagen: Einen Beweis für einen solchen Zusammenhang gibt es nicht. Doch es gibt durchaus plausible Hinweise, die für einen Zusammenhang sprechen.

So ging die Zahl der Gewalttaten allgemein seit den 90er Jahren stetig zurück. Bei den Raubdelikten waren sogar teilweise drastische Abmahmen zu verzeichnen. Für die Eigentumsdelikte ohne Tätergewalt gilt das auch weiterhin.

Doch die Zahl der gewaltsamen Eigentumsdelikte stieg in den Jahren 2005 und 2006 wieder an. Auch andere Gewaltdelikte gingen während dieser Jahre weiter zurück (z.B. Vergewaltigung) oder stagnierten (z.B. vorsätzliche, schwere Körperverletzung). Nur die Zahl der Raubdelikte nahm plötzlich wieder zu.

Wurden im Jahr 2004 137 Delikte pro 100.000 Einwohner gezählt, waren es im Jahr darauf 141 und im Jahr später 2006 sogar 149. Zahlen, die wie immer bei Kriminalstatistiken um eine zahlenmäßig nicht fassbare Dunkelziffer erhöht werden muss.

Parallel zu dieser Kriminalentwicklung stieg die Verbreitung der iPods von 5 Millionen Ende 2004 auf erst 40 Millionen 2005 und schließlich 90 Millionen im Jahr 2006 an. Diese Absatzzahlen machen deutlich, dass der iPod sehr schnell zu einem äußerst begehrten Gegenstand wurde - und nach Meinung der Kriminologen zu einem ebenso begehrten Beutestück.

Eine Vermutung, die auch durch die Meldungen etwa öffentlicher Verkehrsbetriebe gestützt wird, die ebenfalls starke Zunahmen gewaltsamer iPod-Diebstähle berichten. Ein weiteres Indiz betrifft das Alter der mutmaßlichen Täter. Denn insbesondere bei den Straftaten mit jungen beziehungsweise jugendlichen Räubern wurden Zuwächse verzeichnet. Auch das würde die Vermutung der Kriminologen stützen.

Doch es bleibt eine Vermutung, denn aus den Statistiken geht nicht hervor, wie häufig es beim Raub um einen iPod ging.

 

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