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Apple "Software Update", eine kleine Anwendung, die zusammen mit iTunes bzw. Quicktime installiert wird, soll jetzt offenbar auch den Marktanteil des Safari-Browser erhöhen.

Das behauptete zuerst der Blogger Joe Wilcox in seinem "Microsoft Watch", denn er hat beobachtet, dass ein Pop Up auf dem Notebook seiner Tochter den Download der neuen Safari-Version 3.1 empfohlen hat, obwohl diese Option nie aktiviert wurde. Seine Angaben lassen sich leicht bestätigen, denn wenn man die Apple-Software unter Windows startet, wird tatsächlich der Download von Safari 3.1 empfohlen.

Für John Lily, den CEO von Mozilla, ist das ein klarer Vertrauensbruch gegenüber dem Verbraucher. Doch Apple-CEO Steve Jobs hat genau dieses Vorgehen im vergangenen Jahr öffentlich angekündigt. In seiner Ansprache anlässlich der Entwickler-Konferenz Apples im Juni 2007 erklärte Jobs, dass Apple die iTunes-Software als Distributions-Vehikel für die Windows-Version des Safari-Browsers benutzen will, denn 500 Millionen iTunes-Downloads waren damals schon von Windows-Rechnern ausgegangen. Und bei vielen dieser Downloads handelte es sich um "echte" Installationen, denn inzwischen wurden über 100 Millionen iPods verkauft.

Dieses Potential will sich Apple wohl nicht entgehen lassen, denn jede Safari-Installation bringt Apple eine neue Geldquelle. Browser wie Firefox oder Opera erzielen mittlerweile gute Einnahmen durch die Einbindung von Suchschlitzen und zwar namentlich von Google. Bereits im vergangenen Jahr, als Apple seinen Windows-Browser ankündigte, überstiegen die Einnahmen der Mozilla-Stiftung aus dieser Quelle die 100 Millionen Dollar-Grenze.

Kein Wunder also, das Apple sich an diesem Kuchen auch ein Stück abschneiden möchte. Und sei es über einen trojaner-ähnlichen Distributions-Weg.

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