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31. März 2008
Jerald Block, ein Psychiater aus Oregon, setzt sich in einem Kommentar des "American Journal Of Psychiatry" dafür ein, Internet-Sucht als gängiges Krankheitsbild in die medizinischen Fachbücher aufzunehmen. Eine Forderung, deren Umsetzung sicher längst überfällig ist, denn sucht-ähnliche Verhaltensweisen und Internet-Missbrauch sind vielfach dokumentiert.
Doch weil eine formale Beschreibung und Anerkennung des Krankheitsbildes fehlt, wird die Internet-Sucht häufig belächelt. Bei der Systematisierung der Erkrankung geht Block aber in einem Punkt über das Bekannte hinaus. Er nennt als Untergruppen nicht nur die exzessive Online-Spielsucht und die fortwährende Nutzung sexueller Inhalte als weit verbreitete Probleme.
Auch das exzessive Versenden von SMS und Mail stellt für ihn eine wichtige Erscheinungsform innerhalb des Gesamtkomplexes der "Internet Addiction" dar. Man könnte daraus sogar den Schluss ziehen, dass die extrem häufige Nutzung von SMS und Mail als deutliches Symptom einer Behandlungs würdigen Erkrankung gelten kann. Keine guten Nachrichten für ein Land, in dem selbst die Bundeskanzlerin "wie wild simst".
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