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Das Internet Storm Center (ISC) des SANS Instituts berichtet über ein seltsames Fundstück, das ein Leser auf seinem Rechner ("in the wild") gefunden : Ein Windows-Virus, der in Visual Basic geschrieben wurde und der im Unterschied zu heutiger Malware "so richtig böse" ist.

Heutige Malware dient meist kommerziellen Motiven. Die Schädlinge sollen möglichst lange unbemerkt bleiben soll, um Unmengen an Spam zu verschicken, DoS-Attacken durchzuführen, oder um den Besitzer des verseuchten Rechners mit Werbung zu traktieren.

Der im ISC analysierte Virus dagegen schickt sich nach vollzogener Fortpflanzung an, alle vorhandenen Daten im Verzeichnis "Program Files" zu löschen und Registry-Einträge für Windows-eigene Programme zu manipulieren. Danach versucht der Virus zusätzlich - obwohl im Grunde ohne Aussicht auf Erfolg - die Systemprogramme explorer.exe und regedit zu löschen.

Eine derartige Zerstörungswut ist bei Viren-Autoren - ebenso wie Visual Basic - außer Mode gekommen. So eine Schadwirkung entfalteten früher regelmäßig Viren auf 5,25"-Floppies, die auf dem Schulhof getauscht wurden. Doch gerade dieses altbackene Verhalten könnte diesen oder einen ähnlichen Virus zu einem echten Problem machen. Denn von 32 getesteten Antiviren-Lösungen waren laut ISC nur 11 in der Lage, diese "Malware aus dem Eis" zu erkennen.

 

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