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14. April 2008
Posted in Internet News
Auch französische Richter scheinen das Konzept des "Zueigenmachens von Web-Inhalten durch Links" zu befürworten. Ein Pariser Tribunal hat zwei Blogs und einen News-Aggregator bestraft, weil diese Sites einen Link auf einen Beitrag gesetzt hatten, der angeblich die Privatsphäre des Klägers verletzt.
Dieser Kläger, der Franzose Oliver Martinez, ist Schauspieler und hat schon in einer ganzen Reihe Filmen mitgewirkt. Mehr Bekanntheit als seine künstlerische Tätigkeit hat ihm aber seine Beziehung zur Sängerin und Schauspielerin Kylie Minogue eingebracht. Über diese Beziehung hatte auch das französischsprachige Blog celebrites-stars.blogspot.com berichtet.
Fuzz.fr, das sich als eine Art französisches digg.com versteht, sowie zwei Blogs hatten Links auf dieses Posting aufgenommen. Doch das sahen die Pariser Richter als eine Art redaktionelle Entscheidung an und urteilten im Sinne des Klägers. So musste der Betreiber von fuzz.fr 1.000 Euro Strafe zahlen zuzüglich der angefallenen Kosten für den Rechtsstreit in Höhe von 1.500 Euro. Die beiden Blogger wurden zu jeweils 500 Euro Strafe verdonnert.
Das Blog celebrites-stars.blogspot.com, das die bemängelten Inhalte zu verantworten hat, geht dagegen ohne Strafe aus. Vermutlich, weil es darauf verzichtet, Impressums-Angaben zu machen und weil die beiden noch jetzt erreichbaren Texte über Minogue und Martinez auf jede ehrverletzende Äußerung verzichten. Für den Betreiber Google (blogspot.com) besteht daher kein Grund, die Veröffentlichung zu behindern.
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