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Amerikanische Blogger sind empört, weil eine ominöse Bildungseinrichtung damit begonnen hat, Blogs und zwar auch kommerzieller Natur unter einer .edu Domain zu hosten. Diese für Bildungszwecke gedachten Domains genießen einen guten Ruf, weil sie üblicherweise frei von kommerziellen Interessen sind.

Dieser gute Ruf betrifft auch die Suchmaschine Google, die angeblich Inhalten unter .edu Domains einen gewissen Vertrauensvorschuss schenkt und ihre Inhalte höher bewertet. Nun wird befürchtet, dass Suchmaschinen-Optimierer diesen Umstand ausnutzen könnten, um Viagra und Penisvergrößerungsmaschinerien unter der Bildungs-TLD anzubieten.

Doch diese Kritiker gehen von einem "Reinheitsgebot" für .edu Domains aus, das es in dieser Form gar nicht gibt. Zwar werden Domains unter .edu seit Jahren von Educause und damit von einer vetrauenswürdigen Agentur vergeben. Aber diese Non-Profit Organisation stützt sich auf eine Akkreditierung, die durch verschiedenste, staatlich anerkannte Stellen erfolgen kann.

So ist die generische TLD .edu inzwischen zwar weitgehend auf die USA beschränkt. Aber einige der Akkreditierungsstellen scheinen es nicht sehr genau zu nehmen und akkreditieren sowohl internationale als auch fragwürdige Organisationen. Letzteres gilt wohl auch für das "Pickering Institute", das nun für 50 Dollar monatlich ein Blog-Hosting anbietet.

 

Und das auch noch in Kooperation mit dem SEO-Dienstleister Linkadage, der die EDU-Blogs als "Marketing Powerhouse and Money Maker" bezeichnet. Die nichtssagend kurze Domain pi.edu des "Instituts für Fernstudien" dürfte wohl auch unter diesem Gesichtspunkt gewählt worden sein. Doch in einem Punkt liegen die Kritiker falsch: pi.edu ist bei weitem nicht die einzige kommerziell genutzte Domain unter .edu.

In den 90er Jahren, noch vor Entstehung der ICANN, war es praktisch jedermann möglich, eine Bildungs-Domain zu erhalten. Für Universitäten weltweit (z.B. uni-stuttgart.edu) oder auch das Karlsruher Institut für Technologie (kit.edu) stellte das gar kein Problem dar. Selbst einige Seminaranbieter konnten sich damals eine solche Domain sichern, denn die RFC-Regeln waren weit zu interpretieren und ihre Einhaltung wurde nur lax kontrolliert.

Und nach dem Handstreich des US-Handelsministeriums unter Bill Clinton, bei dem das Domain-Wesen stärker unter US-Kontrolle gestellt wurde, trauten sich die Verantwortlichen wohl nicht, begangene "Fehler" wieder rückgängig zu machen.

So kommt es, dass noch heute eine ganze Reihe privater oder kommerzieller EDU-Domains existieren (z.B. ctmf.edu, england.edu, world.edu). Und es gibt neben dem Pickering Institute einige andere Domain-Inhaber, die den SEO-Wert dieser Domains erkannt haben und teilweise auch das Blog-Hosting anbieten.

Somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Suchmaschinen erkennen, dass .edu-Domains keinen Vorteil verdienen. Oder bis SEO-"Spezialisten" einsehen, dass sie mit einer EDU-Domain nicht gleichzeitig einen Platz in der ersten Reihe bei Google und Co erhalten. Von daher ist es nur gut, wenn durch sich durch Angebote wie pi.edu diese Entwicklung beschleunigt.

 

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