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Die Herausgeber der "Encyclopedia Britannica" bemühen sich, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Nicht nur, dass das einst größte angelsächsische Nachschlagewerk in einer Online-Version angeboten wird. Jetzt können "Blogger, Schreiber und Webmaster" auch noch kostenlosen Zugang zur "Britannica" erhalten.

Es genügt im Grunde die Angabe eines URLs bei der Beantragung. Mitarbeiter der Enzyklopädie besuchen dann die angegebene Adresse und bewerten, ob der Antragsteller den sonst 51 Euro teuren Online-Zugang verdient. Und in aller Regel fällt die Entscheidung positiv aus, wie die Britannica selbst anmerkt. 

Bleibt die Frage, welches wirtschaftliche Motiv zu dieser Entscheidung geführt hat. Geht es um den Versuch, eine Alternative zur Wikipedia zu schaffen, deren Entwicklung Britannica und Brockhaus gleichermaßen Sorge bereiten? Wie techCrunch dazu angibt, kommen auf jeden Aufruf einer Britannica-Seite immerhin 184 Page Views bei Wikipedia.

Doch von Seitenaufrufen alleine kann man bekanntlich keine Redakteure bezahlen. Und eine Refinanzierung via Werbung sollte sich bei einem Angebot wie der Britannica von alleine verbieten. So bleibt nur noch die Erklärung, dass die Herausgeber mit dieser Maßnahme versuchen, ihren Stellenwert bei der schreibenden Zunft zu erhalten.

Vielleicht getragen von der Hoffnung, dass sich dieses Online-Bildungsbürgertum einmal durch den Kauf einer in Leder gebundenen Ausgabe revanchiert. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.


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