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Aller Voraussicht nach tritt der Übernahmepoker zwischen Yahoo und Microsoft am Samstag dem 26. April in seine nächste Runde. Denn morgen endet das Ultimatum, das Microsoft Steve Ballmer dem Yahoo-Vorstand gesetzt hat. Willigt der Vorstand nicht in die Übernahme ein, kommt es möglicherweise zur feindlichen Übernahme - oder Microsoft lässt Yahoo einfach stehen.

Die Situation entbehrt dabei insgesamt nicht einer gewissen Tragik. Und das nicht nur, weil die gerade vorgelegten Quartalszahlen Yahoos recht positiv und erfolgversprechend waren. Unter dem Druck der drohenden Übernahme ist es Yahoo in den letzten Wochen auch gelungen, sich als ein Unternehmen zu präsentieren, das sich im Wandel befindet.

Von Yahoos "offener Strategie" oder auch "Open Yahoo" ist die Rede. Eine Application Platform wird angekündigt, die mit Googles App Engine konkurrieren soll. Überhaupt soll Yahoo - wie es techCrunch zusammenfasst - in Zukunft etwas anziehender werden, viraler sein und insgesamt eine freundlichere Erscheinung liefern. Die damit verbundenen internen Prozesse werden durch die Übernahme nicht unbedingt unterstützt.

Was schade ist, denn wie Yahoo beispielsweise im vergangenen Jahr mit Pipes gezeigt hat, ist das Unternehmen durchaus noch zu echten Innovationen in der Lage. Doch vielleicht setzte dieser Wandel auch etwas zu spät ein und vor allem erfolgte die Anpassung an die neuen Maßstäbe, die in erster Linie Google gesetzt hat, etwas zu halbherzig.

Wobei es fraglich ist, ob sich daran nach der Übernahme durch Microsoft etwas ändern kann. Schließlich hat sich Microsoft hinsichtlich seiner Suchfunktion in den letzten Jahren auch mehr gedreht  als von der Stelle bewegt. Doch vielleicht zeigt sich Microsoft im Fall der Übernahme ja auch einsichtig und bewahrt die Eigenständigkeit seiner Erwerbung. Es wäre jedenfalls schade, wenn Microsoft den Gegenwert von 43 Milliarden Dollar investieren würde, um Yahoo dann nach eigenen (Live-) Vorstellungen umzubauen.

 

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