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Spam-König Sanford alias "Spamford" Wallace musste wieder einmal eine gerichtliche Niederlage einstecken. Das berichtet CNet in seinem Blog, nachdem im Rechtsstreit zwischen Wallace und MySpace ein Versäumnisurteil gefällt wurde.

Die eigentliche Meldung sollte aber folgendermaßen lauten: "Notorischer Spammer ist nach über 12 Jahren Spam-Versand immer noch aktiv und kann durch US-Gesetze einfach nicht gestoppt werden". Denn so stellt sich der Fall des Spam-Königs für Beobachter dar, die sein Treiben mindestens seit dem Jahr 1996 verfolgen können. Schon damals erschienen bei intern.de Beiträge über Wallace und regelmäßig erwies er sich als Stehaufmännchen.

Auch die seit einigen Jahren verschärften Spam-Gesetze des "CAN Spam Act" haben daran nichts geändert. Wallace wurde zwar im Jahr 2006 von der US-Handelsaufsicht FTC auf Grundlage dieser Gesetze zur Zahlung von immerhin 4 Millionen Dollar verurteilt. Doch wie meist bei solchen Entscheidungen der FTC handelte es sich auch in diesem Fall im Grunde um ein Schlichtungsverfahren, bei dem die "Strafe" sich an den zuvor erzielten Einnahmen orientiert. Wird die Schlichtungsvereinbarung eingehalten, kommt es zu keiner weiteren Klage.

Und so macht Wallace wohl auch in Zukunft weiter, selbst wenn im Fall der MySpace-Klage ein weiteres Urteil gegen ihn gefällt wurde. Wobei es auch in diesem Urteil nicht um die Bestrafung des Spammers ging, sondern um eine Art gerichtliche Verfügung. Wallace soll endlich Unterlagen bereitstellen, die MySpace im Zusammenhang mit der Klage eingefordert hatte und er soll eine geforderte Sicherheitszahlung leisten.

Auf beide Forderungen reagierte Wallace zuvor so gut wie nicht, sondern wies nur darauf hin, dass er Probleme habe, einen Rechtsbeistand zu finden. MySpace wirft ihm ansonsten vor, Phishing-Mails als Spam verschickt zu haben, um an die Zugangsdaten von MySpace-Kunden zu kommen. Es scheint nicht unwahrscheinlich, dass er inzwischen schon wieder andere Einnahmequellen bearbeitet.

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