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04. Juni 2008
Posted in Internet News
Wer in die USA reisen will, muss sich künftig 72 Stunden vor Reiseantritt in einem Online-Formular registrieren lassen. So sehen die Pläne aus, die der Minister für Heimatschutz, Michael Chertoff, gestern bekannt gab. Die Pläne betreffen nur die 27 als "freundlich" eingestuften Staaten, deren Bürger üblicherweise kein Visum für die Einreise beantragen müssen. Das sind neben 22 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union noch Australien, Brunei, Japan, Neuseeland und Singapur.
Welche Daten die Einreisewilligen auf der geplanten amtlichen Web Site eingeben müssen, steht offenbar noch nicht fest. Doch die Angaben sollen dem Formblatt (I-94W) entsprechen, das schon jetzt vor der Einreise ausgefüllt werden muss. Von Seiten der Europäischen Union werden werden dennoch weitere Informationen verlangt, denn man befürchtet die Einführung eines Verfahrens, das im Grunde einem Visum entspricht. Sollte sich das bestätigen, will man ähnliche Maßnahmen für US-Bürger erwägen.
Schon jetzt erhalten die US-Behörden 15 Minuten nach Abflug von den Fluggesellschaften eine umfangreiche Sammlung von Passagierdaten in elektronischer Form. Doch das scheint den Behörden nicht genug, um die Sicherheit zu gewährleisten. Chertoff meint dazu, dass man visa-befreiten Einreisenden erst nach der Ankunft gegenüber stehe.
Und das lasse nur ein sehr kleines zeitliches Fenster, um diese Einreisenden zu überprüfen. Die neue Regelung gibt den Behörden nun drei Tage Zeit, die weltweit gesammelten Datenbestände nach Informationen über die Einreisenden zu durchforsten. Überraschungen scheinen da für den Einzelnen vorprogrammiert.
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