Maßgefertigte Ledergürtel, auch XXXXL
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06. Juni 2008
Posted in Internet News
Wie ein bei Wikileaks veröffentlichtes Dokument vom Januar 2007 zeigt, hat die British Telecom bereits im Herbst 2006 erste Tests mit dem neuen Werbesystem "Phorm" gemacht. Ein System, das die Daten von Service Providern benutzt, um deren Kunden im Web zu verfolgen ("tracking"), und um ihnen dann individuell zugeschnittene Werbung vor die Nase zu halten.
"Selbstverständlich" wurden die Kunden des Unternehmens nicht von ihrer Teilnahme an dem informiert oder gar um Zustimmung gebeten. Man injizierte vielmehr ungefragt Java Script in die von ihnen besuchten HTML-Seiten, um so besser die von ihnen besuchten Inhalte bestimmen zu können. Das Script lieferte den aufgerufenen Text zur Analyse an Phorm zurück.
Die Tests scheinen ansonsten keineswegs problemlos verlaufen zu sein. Es kam zu Browser-Abstürzen und das Phorm-Script erschien auch schon einmal ungewollt in einem Foren-Posting. Die Testteilnehmer fanden aber nicht heraus, woran ihr Computer krankte und machten teilweise eine mögliche Adware-Verseuchung für die Vorkommnisse verantwortlich.
Alles in allem war der Test nach Ansicht der Autoren ein voller Erfolg. Dennoch hat es noch einige Zeit gedauert, bis sich British Telecom zu einer endgültigen Teilnahme entschied. Denn erst im Februar 2008 wurde bekannt, dass sich der ehemalige Monopolist neben Virgin Media und TalkTalk an Phorm beteiligen wird. Aller Kritik zum Trotz.
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