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31. August 2006
In Kalifornien müssen Hersteller von Geräten für die WiFi-Nutzung ihre Kunden künftig per Gesetz warnen. Das neue Kraft wurde von beiden Kammern abgesegnet und tritt mit der Unterzeichnung durch Gouverneur Arnold Schwarzenegger in Kraft. Die meisten Zugangs-Provider sehen heute nach Einschätzung von CNet in ihren Nutzungsbedingungen schon vor, dass ihre Kunden Maßnahmen gegen den Missbrauch dieser Zugänge treffen müssen. Offene "Access Points", die durch keine Verschlüsselung geschützt sind, könnten demnach schon als Vertragsverletzung verstanden werden. Dennoch bleiben viele, wenn nicht die meisten drahtlosen Netzwerke ungeschützt. Sei es aus Unkenntnis über die Gefahren, oder mit Absicht, um beispielsweise der Nachbarschaft einen ungehinderten Zugang zu gewähren. Oder aber auch, um sich einen strategischen Schutz gegen beispielsweise Klagen der Musikindustrie aufzubauen. Womit allerdings auch in Kauf genommen wird, dass Kriminelle diesen Zugang missbrauchen können, um beispielsweise anonym verbotenes Material über den Internet-Zugang eines Unschuldigen zu beziehen. Diesen Konflikt zwischen den Möglichkeiten der legalen und der illegalen Nutzung offener Netzwerke haben auch die Gesetzgeber in Kalifornien erkannt. Denn sie verbieten dem Anwender die Möglichkeit des Aufbaus eines solchen Netzes nicht. Allerdings werden die Hersteller nun verpflichtet, für bessere Information des Verbrauchers zu sorgen. Und das wiederum bedeutet, dass die Einrichtung eines offenen Netwerks künftig mit mehr Verantwortung für den Betreiber einhergeht. Wer die zwangsweise angebrachten Warnhinweise der Hersteller missachtet, kann er sich vor Gericht nur schwer auf seine Unwissenheit berufen. Und das könnte bedeuten, dass ein Missbrauch eines offenen Netzwerks auch für den Betreiber bald schon eine Mitschuld wegen Fahrlässigkeit begründet.
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