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24. Juni 2008
Posted in Internet News
Am Donnerstag will der ICANN-Vorstand in Paris eine Grundsatzentscheidung über die Frage treffen, ob künftig Top Level Domains an große Firmen, andere Organisationen oder auch Gebietskörperschaften vergeben werden können. Wie von Seiten der ICANN betont wird, handelt es sich dabei nur um eine Richtungsentscheidung, der dann eine ausführliche Diskussion und juristische Ausformulierung des Vorhabens folgen muss.
Doch der CEO des kalifornischen Unternehmens, Paul Twomey, kann nicht verbergen, dass zumindest er diese Entwicklung begrüßen würde. Er spricht von neuem Grundbesitz im Internet. Und er muss gar nicht weiter erklären, dass der Verkauf dieser Terra Nova seiner stets geldhungrigen Organisation eine neue, lukrative Einnahmequelle bescheren würde.
Denn wer .ebay, .intel oder .berlin besitzen will, soll nach Twomeys Vorstellungen 50.000 Dollar für die Registration zahlen müssen. Und da alle anderen generischen Top Level Domains beziehungsweise deren Registries Jahresbeiträge abführen müssen, wird man wohl auch bei diesen Bezahl-TLDs mit ähnlichen Forderungen rechnen können.
Dabei ist es im Rückblick schon erstaunlich, wie lange ICANN brauchte, um auf diese Idee zu kommen. Denn Ende der 90er, als der Vertrag der US-Regierung mit dem damaligen Monopolisten Network Solutions auslief und sich die Provider weltweit organisierten, um endlich die Domain-Organisation zu liberalisieren, setzte sich die von Bill Clinton eingesetzte ICANN entschieden gegen solche Pläne zur Wehr. Man wollte verhindern, dass die Sicherheit und Stabilität des Internet dadurch gefährdet wird.
So aber wurde der "Grundbesitz" der Domains jahrelang künstlich verknappt, was heute dazu führt, dass der gesamte Adressbereich weltweit von nach wie vor von wenigen TLDs - vor allem .com - dominiert wird sowie von den jeweiligen nationalen TLDs. Die meisten der inzwischen mit viel Hokuspokus und nach Millionen von Flug-Meilen eingeführten TLDs fristen dagegen ein trauriges Dasein am Rande der Bedeutungslosigkeit.
In dieser Situation nun die Einführung von Kauf-TLDs für multinationale Unternehmen und andere zahlungskräftige Domain-Fetischisten vorzuschlagen, mag Außenstehende überraschen. Doch langjährige Beobachter werden wissen, dass bei ICANN alles möglich ist, solange es Geld in die Kassen der Nonprofit-Organisation spült (um die vielen juristischen Berater zu bezahlen) und solange die direkte Kontrolle der Organisation durch die US-Regierung nicht in irgend einer Form gefährdet wird.
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