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Charter, das von Microsoft.Mitgründer Paul Allen kontrollierte TV-Kabelunternehmen, lässt seine Pläne bezüglich einer Zusammenarbeit mit dem Werbeunternehmen NebuAd fallen. Der für diesen Monat geplante Test in vier Städten, bei denen NebuAd Anzeigen in die HTTP-Daten der Charter-Kunden einschleusen wollte, fällt flach.

Begründet wird der Rückzieher mit der Reaktion einiger Kongressabgeordneter, die auf die Pläne aufmerksam geworden waren. Diese erkannten im Unterschied zu vielen US-Medien die datenschutzrechtlichen Implikationen, die das Verfahren der Agentur NebuAd mit sich bringt. Denn bei diesem Verfahren wird die Web-Nutzung jedes einzelnen Kunden direkt beim Provider analysiert und es werden zielgruppengenau Werbeanzeigen in die zum Kunden transportierten HTML-Daten eingeschleust.

Die Betreiber der derart geimpften Sites sollten ihr Einverständnis zu diesem Verfahren geben. Die Kunden dagegen sollten lediglich die Möglichkeit erhalten, sich durch ein Opt-out Verfahren gegen die Teilnahme zu entscheiden. Ihnen wurde mitgeteilt, dass sich die bisherige Menge an Werbung nicht erhöhen wird, dass sie aber dafür mit interessanteren Einblendungen rechnen können.

Dass dazu die Web-Nutzung der Kunden analysiert werden muss, ging den Politikern aber zu weit. Und nachdem diese ihr Missfallen geäußert hatten und Diskussionsbedarf anmeldeten, setzte Charter auf Schadensbegrenzung und nahm seine Ankündigungen zurück. Doch sollte man nicht darauf vertrauen, dass damit Pläne dieser Art grundsätzlich verschwunden sind.

Wie man in Großbritannien am Beispiel Phorm erkennen kann, haben auch andere Provider ein Interesse daran, sich an der Vermarktung ihrer eigenen Kunden zu beteiligen.


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