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Die Auswirkungen der DoubleClick-Übernahme durch Google werden jetzt auch für Anbieter von Affiliate-Programmen spürbar: Die Suchmaschine startet ein eigenes "Google Affiliate Network", wohinter sich das bisherige Perfomics Partner-Netzwerk von DoubleClick verbirgt.

Dieses neue Partner-Netzwerk wird ähnlich wie das Amazon-Netzwerk oder wie andere Affiliate-Netzwerke lediglich Anzeigen verbreiten, die mit einer Erfolgsprämie verbunden sind. Die Werbepartner erhalten eine Provision für jeden Verkauf, den sie vermittelt haben.

Obwohl es bei den (potentiellen) Partnern in diesem Netzwerk eine große Überschneidung zu den Adsense-Publishern geben dürfte, werden beide Bereiche bisher getrennt behandelt. Adsense-Partner, die auch am Affiliate-Programm teilnehmen wollen, müssen sich separat bewerben. Das erklärt sich vermutlich einerseits historisch, denn die beiden gewachsenen Strukturen können nur schwer integriert werden.

Andererseits deutet sich gerade bei Googles Adsense-Programm eine gewisse Sättigung an. Schließlich wird den Partnern dort gerade mitgeteilt, dass das Adsense-Empfehlungsprogramm in der letzten Augustwoche eingestellt werden soll. Google sieht demnach keine Notwendigkeit mehr, das Adsense-Netzwerk weiter zu vergrößern.

Wobei Adsense in den vergangenen Jahren zwar den Umsatz erhöht, aber kaum zu den Gewinnen der Suchmaschine beigetragen hat. Die Einnahmen für die Adsense-Werbeeinblendungen wurden größtenteils an die Partner weitergegeben - was das Wachstum des Netzwerks stark beschleunigte.

Beim ehemaligen Performics-Netzwerk war das sicher nicht ganz so ausgeprägt der Fall gewesen und welche Politik Google in seinem neuen Affiliate Network fahren wird, bleibt noch abzuwarten. Klar scheint jedenfalls für beide Programme, dass Google in Zukunft stärker die Performance der bestehenden Partnerschaften kontrollieren wird, als auf weiteres Wachstum zu setzen. Denn was nützt das größte Netzwerk, wenn die Anzeigen missachtet oder gar vom Browser gefiltert werden?

Auch in dieser Hinsicht ist bei der Suchmaschine Bewegung spürbar. Mitte Juni hat Google beispielsweise seinen Adsense-Partnern einige deutliche Verbesserungen der bisherigen Technik für Suchergebnisseiten mitgeteilt (z.B. Vorgabe ergänzender Keywords). Gestern wiederum wurde bekannt gegeben, dass Google erstmals Content eingekauft hat, um diesen mit Werbung befrachtet an seine Adsense-Partner zu verbreiten. Womit sich auch eine qualitative Veränderung der Online-Werbung ankündigt.

 

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